Grüne kämpfen für sichere Schulwege und besseren Busverkehr in Ohligs
Oswin MosemannGrüne kämpfen für sichere Schulwege und besseren Busverkehr in Ohligs
Die Grünen in Solingen setzen sich mit Nachdruck für das Projekt "Ohligs City Ring" ein, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Busverkehr zu verbessern. Das Vorhaben soll ein Gebiet umgestalten, in dem derzeit Staus und Parkplatzprobleme den Alltag prägen. Befürworter betonen, dass dringender Handlungsbedarf besteht – insbesondere im Umfeld von Schulen und öffentlichen Verkehrsmitteln.
Der Bereich um den Rennpatt ist zu einem zentralen Thema der Grünen-Kampagne geworden. Sie beschreiben ihn als von parkenden Autos überflutet, die die Sicht behindern und für Autofahrer wie Fußgänger gleichermaßen Gefahrenstellen schaffen. Da voraussichtlich bis 2026 etwa 250 Kinder die nahegelegene Erika-Rothstein-Schule besuchen werden, wachsen die Sorgen über zu schmale Gehwege, fehlende Fahrradspuren und dichtes Verkehrsaufkommen auf Straßen wie der Katternberger Straße.
Das City-Ring-Konzept knüpft an den bestehenden Verkehrsplan Solingens an, der bereits Ziele für eine bessere Erreichbarkeit festlegt. Die Grünen heben hervor, dass das Projekt barrierefreie Bushaltestellen bringen würde, was die Mobilität für Menschen mit Einschränkungen erleichtern soll. Zudem sind direkte Busverbindungen zum Hauptbahnhof geplant, die das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt verringern und bisher schlecht angebundene Stadtteile besser erschließen sollen.
Hilke Barenthien, zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, hat die Notwendigkeit sicherer Schulwege betont. Die Grünen räumen ein, dass Umgestaltungen von Straßen oft zu Konflikten um Parkplätze führen, schlagen aber Lösungen wie Anwohnerparkausweise oder zeitlich begrenzte Parkzonen vor. Sie bestehen darauf, dass die Debatte sich auf die übergeordneten Ziele konzentrieren sollte: sichere Wege und bessere Verkehrsanbindungen für alle in Ohligs zu schaffen.
Die Zukunft des Projekts hängt nun von politischen Verhandlungen ab. Ob die Vision Realität wird, entscheidet sich daran, wie gut es gelingt, die unterschiedlichen Interessen – von Autofahrern bis zu Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel – in Einklang zu bringen.
Bei einer Genehmigung könnte der City Ring die Mobilität in Ohligs grundlegend verändern. Das Konzept zielt auf sicherere Straßen, reibungslosere Busfahrten und einen besseren Zugang zu wichtigen Orten wie Schulen und Bahnhof ab. Sein Erfolg steht und fällt damit, ob in den kommenden Monaten ein Konsens zwischen Anwohnern, lokalen Initiativen und Entscheidungsträgern gefunden wird.