Gütersloh lässt Straßenlaternen nun die ganze Nacht leuchten – trotz heftiger Kritik
Hellmuth OrtmannGütersloh lässt Straßenlaternen nun die ganze Nacht leuchten – trotz heftiger Kritik
Güterslohs Straßenlaternen bleiben künftig ganze Nacht an – nach knapper Ratsentscheidung
Die Stadt kehrt damit eine langjährige Praxis um, nach der die Beleuchtung in den späten Nachtstunden abgeschaltet wurde. Befürworter verweisen auf verbesserte Sicherheit, während Kritiker die ökologischen und finanziellen Folgen betonen.
Bisher war das Licht an Werktagen von Mitternacht bis 4 Uhr und am Wochenende von 3 bis 5 Uhr gedimmt worden. Die Änderung wurde am 6. Februar mit knapper Mehrheit von 26 zu 24 Stimmen beschlossen. CDU, FDP und AfD stimmten für den Antrag, SPD, Grüne und die Linke lehnten ihn ab.
Gegner warnen vor höheren Kosten und Umweltschäden: Die durchgehende Beleuchtung schlage mit zusätzlichen 35.000 Euro pro Jahr zu Buche und setze jährlich 300 Tonnen CO₂ extra frei. Zudem fürchten sie negative Auswirkungen auf Insekten und Wildtiere durch zunehmende Lichtverschmutzung.
Die neue Regelung tritt am 19. Februar in Kraft. Seit der Abstimmung wird in der Bevölkerung und unter Politikern weiter diskutiert – auch in sozialen Medien wird das Thema lebhaft debattiert.
Die Kehrtwende bedeutet zwar hellere Straßen rund um die Uhr, aber auch höhere Ausgaben und Emissionen. Die Stadt wird die Auswirkungen in den kommenden Monaten beobachten. Vorerst bleibt der Beschluss trotz anhaltender Kontroversen bestehen.






