25 December 2025, 04:20

Güterslohs riskanter Haushaltsplan: 438 Millionen Euro und ein drohendes Defizit

Eine Stadtansicht mit einer zentralen Ringstraße mit Fahrzeugen, einer unteren Straße mit Autos und Fahrrädern, zahlreichen Hochhäusern im Hintergrund, einem Himmel oben, Bäumen auf der linken unteren Seite und kleinen Häusern, die über die Stadt verteilt sind.

Güterslohs riskanter Haushaltsplan: 438 Millionen Euro und ein drohendes Defizit

Gütersloh hat einen ehrgeizigen Haushaltsentwurf für 2026 vorgelegt, der große Vorhaben und finanzielle Herausforderungen gleichermaßen skizziert. Für das kommende Jahr plant die Stadt Ausgaben in Höhe von 438,2 Millionen Euro, wobei 85 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen sind. Doch ein Defizit von 21,2 Millionen Euro droht – Grund genug, um Bund und Land um Unterstützung zu bitten, um die Last zu verringern.

Zu den zentralen Projekten zählen der Rückkauf des städtischen Versorgungsunternehmens, der Bau einer neuen Feuerwehrwache sowie die Erweiterung des Rathausfoyers für Polizeiaufgaben. Auch das Kulturzentrum Weberei soll finanzielle Mittel erhalten, um seine Zukunft zu sichern. In den vergangenen Jahren hat Gütersloh bereits rund 250 Millionen Euro in die Sanierung und Modernisierung von Schulen investiert.

Bürgermeister Matthias Trepper und Stadtkämmerer Heinz-Dieter Wette kritisieren, dass Berlin und Nordrhein-Westfalen den Kommunen zunehmend Aufgaben übertragen, ohne ausreichende finanzielle Mittel bereitzustellen. Um die Kosten zu decken, will die Stadt bis 2029 Kredite in Höhe von 192 Millionen Euro aufnehmen, zusätzlich zu 152 Millionen Euro an kurzfristigen Darlehen in den nächsten drei Jahren. Die aktuellen Steuerhebesätze für Gewerbe, Landwirtschaft und Wohnimmobilien bleiben unverändert.

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Trotz des Defizits versichern die Verantwortlichen, dass die bestehenden Rücklagen die Lücke vorerst abdecken. Ohne zusätzliche Hilfen könnten diese Reserven jedoch bis 2028 aufgebraucht sein. Die Stadt strebt an, den Haushalt weiter zu konsolidieren und arbeitet mit politischen Partnern zusammen, um die langfristige Stadtentwicklung voranzutreiben.

Güterslohs Pläne für 2026 verbinden mutige Projekte mit finanzieller Vorsicht. Ohne weitere Unterstützung könnte die Haushaltslücke nach 2028 härtere Maßnahmen erfordern.