Hans-Jochen Wagner über Kreuzbergs radikalen Wandel nach 25 Jahren
Klothilde BergerHans-Jochen Wagner über Kreuzbergs radikalen Wandel nach 25 Jahren
Hans-Jochen Wagner, vor allem bekannt als Kommissar Friedemann Berg im Tatort heute, lebt seit fast 25 Jahren in Berlins Kreuzberg. Der Schauspieler, der sein Zuhause mit der Schauspielerin und Regisseurin Nana Neul teilt, hat miterlebt, wie sich das Viertel im Laufe der Zeit radikal verändert hat.
Wagner zog in den 1990er-Jahren nach Kreuzberg, als der Stadtteil für seine wilde Energie, die offenen Freiräume und die blühende Kreative-Szene bekannt war. Damals war er ein Anziehungspunkt für Künstler, Aktivisten und Menschen, die ein alternatives Leben suchten.
Heute erlebt er ein anderes Kreuzberg – eines, das durch Gentrifizierung und explodierende Mieten geprägt ist. Die Veränderungen haben das Viertel fast unkenntlich gemacht. Wagner, der sich seit Langem zu gesellschaftlichen und politischen Themen äußert, spricht offen über die Auswirkungen dieses Wandels. Vor der Kamera spielt er seit 2017 den ermittelnden Hauptkommissar in der Tatort heute-Reihe aus dem Schwarzwald. Abseits der Dreharbeiten bleibt er Berlin tief verbunden, auch wenn sich die Stadt durch die dynamische Entwicklung immer weiter von dem Ort entfernt, den er einst sein Zuhause nannte.
Kreuzbergs Wandel steht exemplarisch für die größeren Veränderungen in Berlin, wo steigende Kosten und Baumaßnahmen das Gesicht historischer Kieze neu gestalten. Wagners Perspektive zeigt, wie langjährige Bewohner diese Umbrüche hautnah erleben – während sich gleichzeitig die kulturelle Identität der Stadt weiterentwickelt.






