25 March 2026, 12:11

Henkel drohen weitere Preiserhöhungen wegen explodierender Kosten und Ölpreise

Liniengraph, der einen Rückgang der erwarteten zukünftigen Ölimportprognosen zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Henkel drohen weitere Preiserhöhungen wegen explodierender Kosten und Ölpreise

Henkel warnt vor weiteren Preiserhöhungen wegen steigender Kosten

Der Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, hat davor gewarnt, dass die anhaltend hohen Kosten weitere Preisanpassungen bei seinen Produkten erzwingen könnten. Trotz eines Umsatzes von 20,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sieht sich das Unternehmen zunehmend unter finanziellen Druck. Konzernchef Carsten Knobel betonte, dass ein Aufschieben notwendiger Anpassungen die Lage nur verschärfen würde.

Haupttreiber der Kostensorgen sind die indirekten Folgen der gestiegenen Ölpreise. Diese haben die Ausgaben für Rohstoffe, Lieferketten und Logistik in die Höhe getrieben. Auch Zulieferer und Transportunternehmen geben ihre eigenen höheren Kosten an Henkel weiter.

Trotz möglicher Preisaufschläge bleiben Marken wie Persil und Schwarzkopf bei den Verbrauchern beliebt. Henkel setzt darauf, die Produktvorteile stärker zu kommunizieren, um eventuelle Preiserhöhungen zu rechtfertigen – in der Hoffnung, dass Kunden den eigenen Marken gegenüber der Konkurrenz treu bleiben.

Die jüngsten Absatzzahlen zeigen gemischte Trends: Zwischen September 2025 und März 2026 stieg die globale Nachfrage nach Henkel-Produkten moderat um 2 bis 4 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich die Schwellenmärkte – im asiatisch-pazifischen Raum legte der Umsatz um 7 Prozent zu, in Lateinamerika um 5 Prozent. Dagegen verzeichneten Nordamerika und Europa leichte Rückgänge von 1 bis 2 Prozent, bedingt durch Inflation und verstärkten Wettbewerb.

Weltweit beschäftigt Henkel rund 47.000 Mitarbeiter, davon weniger als ein Fünftel in Deutschland. Knobel äußerte zudem die Hoffnung, dass sich die anhaltenden Marktbeeinträchtigungen durch den aktuellen Konflikt nicht über das gesamte Jahr erstrecken würden.

Die finanzielle Zukunft des Unternehmens hängt davon ab, wie gut es gelingt, die Kostendruck mit der Kundentreue in Einklang zu bringen. Die Fähigkeit, Preiserhöhungen überzeugend zu begründen, wird maßgeblich über die Performance in den kommenden Monaten entscheiden. Angesichts des starken Wachstums in den Schwellenländern, aber rückläufiger Zahlen in den etablierten Märkten, muss Henkel seine Strategie flexibel an die sich wandelnde Nachfrage anpassen.

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