04 February 2026, 22:24

Henkel kauft zwei Spezialchemie-Firmen für Milliarden – und setzt auf Klebstoffe statt Waschmittel

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Henkel kauft zwei Spezialchemie-Firmen für Milliarden – und setzt auf Klebstoffe statt Waschmittel

Henkel hat Pläne bestätigt, zwei Spezialchemieunternehmen zu übernehmen, um sein Klebstoffgeschäft deutlich auszubauen. Der deutsche Konzern gab im Januar 2026 die Deals mit Stahl Holdings und ATP Adhesive Systems bekannt. Damit vollzieht das Unternehmen einen klaren Strategiewechsel – weg von schwächelnden Konsumgütermarken, hin zu industriellen Hochmargenprodukten.

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Die Übernahme des niederländischen Unternehmens Stahl wird Henkel 2,1 Milliarden Euro kosten. Zudem wurde im selben Monat eine separate Vereinbarung für ATP Adhesive Systems finalisiert. Beide Zukäufe sollen der Klebstoffsparte von Henkel zusätzlich fast eine Milliarde Euro Umsatz einbringen.

Konzerchef Carsten Knobel hat die neue Ausrichtung des Unternehmens offen kommuniziert. Ziel der Strategie ist es, die Abhängigkeit von schwächeren Konsumgütermarken zu verringern und gleichzeitig das Industrieportfolio zu stärken. Investoren reagierten positiv: Nach Bekanntwerden der Nachrichten stieg der Henkel-Aktienkurs um etwa ein Prozent.

Aktuelle Marktvergleiche mit Wettbewerbern wie 3M, Arkema oder Sika liegen seit den Ankündigungen nicht vor. Die Deals unterstreichen jedoch Henkels Entschlossenheit, im Bereich Spezialchemikalien und Klebstoffe eine führende Rolle einzunehmen.

Die beiden Übernahmen werden das Klebstoffgeschäft von Henkel deutlich stärken. Die Fokussierung auf Industrieprodukte ist nun deutlicher denn je. Mit fast einer Milliarde Euro zusätzlichem Umsatz scheint die Strategie darauf ausgelegt, das zukünftige Wachstum des Konzerns neu zu prägen.