Hertener Apotheke nutzt Konkurrenzschließung für Wachstum und Serviceausbau
Klothilde BergerHertener Apotheke nutzt Konkurrenzschließung für Wachstum und Serviceausbau
Apotheke in Herten erweitert Angebot nach Schließung eines Konkurrenten
Die Apotheke im Cirkel in Herten hat ihr Dienstleistungsangebot ausgebaut, nachdem eine benachbarte Konkurrenzapotheke dichtmachte. Die von Apotheker Ingo Müller geführte Filiale verzeichnete einen deutlichen Kundenanstieg, nachdem die City-Apotheke nur 500 Meter entfernt ihre Pforten geschlossen hatte. Um die gestiegene Nachfrage zu bewältigen, hat Müller die Räumlichkeiten modernisiert und zusätzliches Personal eingestellt.
Die überraschende Schließung der City-Apotheke brachte mehr Kunden in Müllers Apotheke. Als Reaktion darauf erweiterte er den Kassenbereich und richtete einen rund um die Uhr zugänglichen Automaten für die Medikamentenabholung ein. Mit dieser Maßnahme sollte der Service an der Theke beschleunigt und die Arbeitsbelastung des Teams verringert werden.
Zudem stockte Müller das Personal auf, indem er bestehenden Mitarbeitenden zusätzliche Stunden anbot und ehemalige Beschäftigte der geschlossenen Apotheke einstellte. Über den klassischen Verkauf hinaus baute er den Service für Blisterverpackungen aus und beliefert nun Pflegeheime, Pflegeteams und Arztpraxen.
Trotz des Wachstums sieht Müller die branchenweiten Herausforderungen: Steigende Betriebskosten und die Umstellung auf E-Rezepte drücken die Margen. Dennoch blickt er vorsichtig optimistisch in die Zukunft – immerhin führt er seit 2018 ein eigenes Unternehmen und eröffnete 2020 seine erste Filiale.
Die Veränderungen in der Apotheke im Cirkel sind sowohl eine kurzfristige Reaktion auf die höhere Nachfrage als auch Teil einer langfristigen Strategie, das Angebot zu diversifizieren. Müllers Investitionen in Automatisierung und Verpackungsservice sollen Stabilität in einem schwierigen Marktumfeld sichern. Vorerst passt sich die Apotheke weiter an und bedient eine gewachsene Kundschaft.






