31 December 2025, 18:22

„Hoffnung im Dunkeln“: Wie afghanische Frauen in Bergisch Gladbach ihre Stimmen erheben

Eine Frau ist in der Mitte des Bildes dargestellt, darüber steht Text.

„Hoffnung im Dunkeln“: Wie afghanische Frauen in Bergisch Gladbach ihre Stimmen erheben

Eine eindrucksvolle neue Ausstellung in Bergisch Gladbach gibt afghanischen Frauen unter der Herrschaft der Taliban eine Stimme. Unter dem Titel „Hoffnung im Dunkeln“ wurde die Schau am 26. November 2025 im städtischen Volkshochschulzentrum eröffnet. Die Veranstaltung brachte Aktivistinnen, Künstlerinnen und ehemalige Amtsträgerinnen zusammen, um auf die Herausforderungen hinzuweisen, denen Frauen in Afghanistan heute gegenüberstehen.

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Die Ausstellung präsentiert tiefgründige, persönliche Kunstwerke, die von afghanischen Frauen geschaffen wurden. Jedes Werk spiegelt ihre Erfahrungen wider, seit die Taliban die Kontrolle über das Land zurückerlangt haben. Besucherinnen und Besucher können die Sammlung noch bis zum 16. Januar 2026 erkunden – geöffnet ist montags bis freitags von 8:00 bis 21:00 Uhr (an Feiertagen geschlossen).

Bei der Eröffnung richteten sich zwei prominente Rednerinnen an das Publikum. Lailoma Nemani, ehemalige stellvertretende Direktorin der Abteilung für Frauenangelegenheiten Afghanistans, hielt die Hauptrede. Sie rief die internationale Gemeinschaft auf, die Stimmen afghanischer Frauen zu verstärken und sich gegen Versuche zu stellen, ihre Identität auszulöschen. An ihrer Seite teilte die Frauenrechtsaktivistin S.A. – öffentlich bekannt als Shiva A. – eine bewegende Schilderung der Entbehrungen, denen Frauen und Mädchen in Afghanistan ausgesetzt sind. Als Mitbegründerin des „Hoffnung im Dunkeln“-Projekts betonte sie, wie wichtig es ist, ihre Geschichten sichtbar zu halten. Die Veranstaltung lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Krise; beide Rednerinnen warben für anhaltende Solidarität mit den afghanischen Frauen, die für ihre Rechte kämpfen.

Die Ausstellung „Hoffnung im Dunkeln“ bleibt bis Mitte Januar zu sehen. Sie bietet einen seltenen Einblick in das Leben afghanischer Frauen – durch ihre eigenen kreativen Ausdrucksformen. Die Organisatorinnen hoffen, dass die Schau das Bewusstsein schärft und zu konkreten Maßnahmen anregt, um jene zu unterstützen, die noch immer unter Unterdrückung leben.