"Höhle der Löwen": Wütender Ausstieg, emotionale Pitches und nur ein Deal
Hellmuth OrtmannMaschmeyers wütziger Studio-Ausstieg - "Höhle der Löwen": Wütender Ausstieg, emotionale Pitches und nur ein Deal
Montagabend in Die Höhle der Löwen: Hitzige Pitches und dramatische Momente
In der gestrigen Folge von Die Höhle der Löwen lieferten sich Gründer von sieben Start-ups einen intensiven Kampf um Investitionen – einige sicherten sich Deals, andere ernteten harte Kritik. Ein Investor verließ sogar wütend das Studio mitten in einer Präsentation nach einem hitzigen Wortgefecht.
Die um 20:15 Uhr auf Vox oder RTL ausgestrahlte Sendung bot alles von Snackwürstchen bis hin zu Trainingshilfen für Kinderfahrräder. Doch nicht jeder Pitch verlief reibungslos – manche Gründer gingen mit leeren Händen nach scharfen Nachfragen der Jury.
Der Abend begann mit einem Aufeinandertreffen zweier Teams: Sheers und Coby's. Letztere gerieten in die Schusslinie, als die Investoren ihnen vorwarfen, mit falschen Angaben zu einer Million Instagram-Followern zu werben. Die Vorwürfe untergruben ihre Glaubwürdigkeit und brachten ihren Pitch in ernste Gefahr.
Es folgte KassenKompass, eine Plattform, die Nutzern hilft, alternative Krankenversicherungstarife zu vergleichen. Die Gründer Fiona Jasmut und Ole Walkenhorst forderten 300.000 Euro für 10 Prozent ihres Unternehmens. Carsten Maschmeyer erkannte das Potenzial und bot die volle Summe – allerdings für 20 Prozent. Die Gründer willigten ein und sicherten sich damit die höchste Investition des Abends.
Einer der emotionalsten Auftritte kam von Touchprint, einem Start-up, das Fotos für blinde Menschen ertastbar macht. Linus Walden, Max Winkler und Dyveke Walden baten um 200.000 Euro für einen 10-Prozent-Anteil. Obwohl ihre Mission die Jury berührte, gingen sie ohne Deal.
Die Stimmung kippte, als die Gründer von Whacky, einer Marke für Rindfleisch-Snacksticks, 200.000 Euro für 10 Prozent ihres Unternehmens forderten. Daniel Stadtmann, Dr. Peter Stiller und Gregor Schleicher sahen sich mit Skepsis gegenüber ihrer Bewertung konfrontiert. Als sie Maschmeyers Gegenangebot ablehnten, verließ dieser wütend das Studio und bezeichnete ihre Reaktion als inakzeptabel.
Für Auflockerung sorgte little Biker, ein Start-up, das Werkzeuge entwickelt, um Kindern das Rad- und Skateboardfahren beizubringen. Die Gründer Jan Hass und Steffen Gross präsentierten, was die Jury als einen der "niedlichsten Pitches" der Sendegeschichte bezeichnete, und baten um 150.000 Euro für 25 Prozent ihres Unternehmens. Trotz des Charmes erhielten sie jedoch keine Zusage.
Ebenfalls dabei: ein Trio mit einer innovativen Snackwurst. Über ihr Ergebnis blieb unklar, doch ihr Auftritt rundete die Mischung aus kühnen Ideen und hohen Einsätzen ab.
Am Ende der Folge verließ nur KassenKompass mit einem Deal die Höhle. Maschmeyers Investition von 300.000 Euro verschafft der Vergleichsplattform für Krankenversicherungen einen finanziellen Schub – im Gegenzug für einen größeren Anteil am Unternehmen. Andere Gründer, trotz kreativer Produkte und leidenschaftlicher Präsentationen, konnten die Investoren nicht überzeugen.
Die dramatischen Abgänge und harten Verhandlungen der Sendung zeigten einmal mehr: Selbst vielversprechende Ideen haben es schwer, an Kapital zu kommen.






