Infineon baut Stellen in Warstein ab – Fokus auf Industrie statt E-Autos
Anto SchülerInfineon baut Stellen in Warstein ab – Fokus auf Industrie statt E-Autos
Infineon kündigt Stellenabbau am Standort Warstein nach Nachfrageeinbruch bei Elektroautos an
Der Halbleiterhersteller aus Deutschland verlagert seinen Fokus zugleich auf industrielle Anwendungen und führt eine neue Produktlinie ein. Die Umstrukturierung erfolgt kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Geschäftsquartal im kommenden Monat.
Das Unternehmen bestätigte die Streichung von Arbeitsplätzen am Standort Warstein. Betroffen ist eine dreistellige Zahl von Stellen, während die Teams für Windkraft, Solartechnik und Ladeinfrastruktur verschont bleiben. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, bietet Infineon Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme an.
Die Produktion von Leistungsmodulen wird nun am ungarischen Standort Cegléd gebündelt. Dieser Schritt ist Teil einer strategischen Neuausrichtung weg vom schwächelnden Elektroauto-Sektor. Stattdessen investiert das Unternehmen in industrielle Lösungen, darunter die neu eingeführte Baureihe EasyPACK C.
Die EasyPACK-C-Module nutzen Siliziumkarbid-Technologie, um eine höhere Leistungsdichte und eine längere Lebensdauer zu ermöglichen. Analysten werden diese Wechsel bei der Vorstellung der Quartalszahlen am 12. November genau unter die Lupe nehmen. Der Bericht wird auch die Reaktion des Unternehmens auf den Absatzrückgang in der Automobilbranche sowie die Wachstumschancen der Industriesparte behandeln.
Die anstehende Finanzmitteilung könnte sich auf die Aktienperformance von Infineon auswirken. Die Stellenstreichungen in Warstein und der Ausbau industrieller Produkte markieren eine klare Kursänderung. Die weiteren Schritte des Unternehmens hängen nun von der Marktentwicklung und der Nachfrage in den neuen Schwerpunktbereichen ab.






