14 June 2026, 12:08

Jochen Ott führt SPD in NRW mit klarem Kurs in die Landtagswahl 2023

Das ist fast Klassenkampf

Jochen Ott führt SPD in NRW mit klarem Kurs in die Landtagswahl 2023

Die SPD in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat Jochen Ott als ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2023 nominiert. Der ehemalige Gesamtschullehrer will die Sozialdemokraten als Partei der Arbeitnehmer neu positionieren. Seine Kandidatur erhielt überwältigende Unterstützung: 96,2 Prozent der Delegierten stimmten auf dem Landesparteitag für ihn.

Ott hat ehrgeizige Ziele für NRW gesetzt und will das Land zum familienfreundlichsten Bundesland Deutschlands machen. Zu seinen Plänen gehören kostenlose Kinderbetreuung sowie ein „Chancen-Fonds für Kinder“, der jedem Neugeborenen zustehen soll. Solche Konzepte zeigen bereits auf lokaler Ebene Wirkung: In Hamm wurde der SPD-Bürgermeister Marc Herter mit 63,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz aktueller Umfragewerte zwischen 14 und 18 Prozent für die SPD gibt sich Ott siegessicher. Er stellt seine Partei gegen die regierende CDU und die rechtspopulistische AfD, warnt vor einem „Klassenkampf von oben“, der von vermögenden Eliten und deren Netzwerken vorangetrieben werde. Kritisch äußert er sich auch über Persönlichkeiten wie Elon Musk: Extreme Vermögenskonzentration sei ein Zeichen für ein gescheitertes System, so Ott, der höhere Steuern für Spitzenverdiener fordert.

Die Landesführung der SPD unterstützt Otts kämpferischen Kurs. Die Co-Landesvorsitzende Sarah Philipp wies Spekulationen zurück, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) habe die Wiederwahl bereits sicher – der Wahlkampf bleibe offen.

Im Mittelpunkt von Otts Kampagne stehen soziale Gerechtigkeit und Familienpolitik. Mit seinen Forderungen und seiner Rhetorik zielt er auf Wähler, die mit der CDU unzufrieden sind und der AfD skeptisch gegenüberstehen. Lokale Erfolge der SPD deuten auf ersten Schwung hin, doch muss die Partei ihr Umfragedefizit überwinden, um 2023 wieder an die Macht zu kommen.

Quelle