Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Anto Schüler"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Der Streamingdienst Joyn hat die beliebte Comedyserie Jerks. von seiner Plattform genommen. Der Schritt erfolgt nach schweren Vorwürfen gegen einen der Hauptdarsteller, Christian Ulmen. Seine ehemalige Co-Star und Ex-Frau, Collien Fernandes, wirft ihm vor, mithilfe von Deepfakes ihre Identität übernommen und sie in Online-Chats mit Personen aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld für sexuelle Gespräche vorgetäuscht zu haben.
Fernandes hatte die Vorwürfe erstmals im März 2026 öffentlich gemacht. Sie behauptet, Ulmen habe manipulierte digitale Inhalte genutzt, um andere zu täuschen, indem er sich als sie ausgab. Der Fall hat in Deutschland eine breite öffentliche Debatte ausgelöst, wobei Medien Parallelen zum Pelicot-Skandal ziehen und strengere Gesetze gegen digitale sexuelle Ausbeutung fordern.
Jerks. dreht sich um Ulmen und Fernandes, die in der Serie ein fiktives Ex-Paar spielen. Die Show war über Jahre hinweg ein Publikumsliebling bei Joyn, das zum Senderverbund ProSieben gehört. Ein Sprecher von ProSieben, Christoph Körfer, bestätigte die Entfernung der Serie, betonte jedoch, dass die Unschuldsvermutung bis zum Abschluss eines etwaigen Gerichtsverfahrens gelte.
Die Kontroverse hat die Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen gegen digitale Identitätsfälschung verschärft. Deutsche Medien berichten umfassend über den Fall und weisen auf Lücken in der aktuellen Gesetzgebung hin, insbesondere beim Missbrauch von Deepfake-Technologie und digitaler Belästigung.
Joyns Entscheidung, Jerks. abzusetzen, folgt wachsendem öffentlichen Druck. Der Fall rückt die Risiken von Deepfake-Technologie und die Notwendigkeit klarer rechtlicher Rahmenbedingungen in den Fokus. ProSieben hat bisher nicht bekannt gegeben, ob die Serie künftig wieder auf der Plattform verfügbar sein wird.






