17 March 2026, 00:37

Jugendliche bedrohen Frau mit Softair-Pistole – Polizei warnt vor gefährlichen Konsequenzen

Eine Gruppe von Kindern rennt eine Straße entlang und hält dabei Waffen in den Händen, mit Gebäuden auf beiden Seiten und mehr Menschen im Hintergrund unter einem sichtbaren Himmel.

Jugendliche bedrohen Frau mit Softair-Pistole – Polizei warnt vor gefährlichen Konsequenzen

Zwei Jugendliche in Lüdenscheid sind von den Behörden gemeldet worden, nachdem sie einer Frau angeblich mit einer Softair-Pistole zugesetzt und sie verbal beleidigt haben sollen. Der Vorfall ereignete sich auf der Altenaer Straße, wo die Frau die beiden aufforderte, das Schießen mit Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines Discounters zu unterlassen. Die Polizei übergab die Jugendlichen später ihren Eltern, betonte jedoch die Gefahren, die vom Führen oder Einsatz solcher Waffen in der Öffentlichkeit ausgehen.

Die Auseinandersetzung begann, als die unverletzt gebliebene Frau die Jugendlichen ansprach und sie bat, das Schießen mit der Softair-Pistole zu beenden. Statt einzulenken, sollen sie stattdessen auf sie geschossen und sie beschimpft haben. Beamte trafen am Tatort ein, nahmen die Aussagen auf und übergaben die Jugendlichen anschließend an ihre Erziehungsberechtigten.

Die Polizei warnte, dass das offene Tragen oder Abfeuern von Softair-Waffen in der Öffentlichkeit zu gefährlichen Missverständnissen führen kann. Zwar werden solche Pistolen oft ohne Einschränkungen verkauft, doch nach deutschem Recht ist ihr Einsatz in öffentlichen Räumen verboten. Verstöße können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, etwa wegen gefährlicher Körperverletzung oder wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

In den letzten Jahren sind die Behörden zunehmend härter gegen solche Vorfälle vorgegangen. So wurden im Juni 2024 in Berlin zwei Jugendliche festgenommen und angeklagt, nachdem sie mit einer Softair-Pistole auf Passanten geschossen hatten. Ein ähnlicher Fall in München im Jahr 2025 endete mit Geldstrafen und der Beschlagnahmung der Waffe. Die Behörden betonen weiterhin, dass selbst Attrappen schnelle juristische Konsequenzen nach sich ziehen können.

Den beiden Jugendlichen aus Lüdenscheid drohen nun mögliche rechtliche Schritte nach dem deutschen Waffengesetz. Die Polizei wiederholte, dass Softair-Pistolen trotz ihrer freien Verfügbarkeit nicht beliebig in öffentlichen Bereichen genutzt werden dürfen. Missbrauch kann zu Strafanzeigen, Bußgeldern oder der Einziehung der Waffe führen.

AKTUALISIERUNG

Ein weiterer Vorfall betont die Risiken der Jugendmissbrauchs

Ein ähnlicher Trend zeigte sich am 4. März in Heidenheim an der Brenz, wo drei maskierte Jugendliche auf einem Schulhof eine Softair-Schützenparty veranstalteten. 'Es sollte ein harmloses, wenn auch grobes Spiel sein', berichteten Zeugen, bevor die Polizei eingriff. Das Trio, alle 16 Jahre alt, wurde vorübergehend festgenommen, ihre Waffen wurden beschlagnahmt und sie werden nun wegen Verstößen gegen das deutsche Waffengesetz angeklagt. Dies bestätigt Warnungen vor öffentlicher Missbrauchs von Nachbauten von Feuerwaffen.