Kabeldiebstahl legt Güterbahnstrecke in Gelsenkirchen lahm – 50.000 Euro Schaden
Klothilde BergerKabeldiebstahl legt Güterbahnstrecke in Gelsenkirchen lahm – 50.000 Euro Schaden
Ein Abschnitt der Güterbahnstrecke in Gelsenkirchen musste nach dem Diebstahl von 15 Metern lebenswichtiger Signalkabel durch Unbekannte vorübergehend stillgelegt werden. Der Vorfall, der sich zwischen dem 15. und 16. Februar ereignete, führte zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr und verursachte Reparaturkosten in Höhe von etwa 50.000 Euro. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen besonders schweren Diebstahls und Sachbeschädigung.
Der Diebstahl ereignete sich an einem Bahnübergang an der Hüttweg-Straße, wo unbekannte Täter das Kabel durchtrennten und entwendeten. Dadurch kam es zum sofortigen Stillstand des Zugverkehrs auf dem betroffenen Streckenabschnitt, da das Signalsystem nicht mehr sicher funktionierte. Bahninfrastrukturen bergen erhebliche Gefahren, darunter unter Strom stehende Oberleitungen mit bis zu 15.000 Volt, weshalb unbefugte Eingriffe extrem riskant sind.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und stuft den Fall als besonders schweren Diebstahl, Sachbeschädigung und Störung öffentlicher Betriebe ein. Zwar gibt es bisher keine direkten Hinweise auf einen Zusammenhang mit gezielten Sabotageakten, doch die vorsätzliche Attacke auf die Bahninfrastruktur wirft Fragen zur Sicherheit auf.
Die Behörden rufen Zeugen und Personen mit sachdienlichen Hinweisen auf, sich zu melden. Informationen können kostenlos unter den Rufnummern 0800 6 888 000 oder 0231 562247-0 an die Bundespolizei übermittelt werden. Solche Aufrufe gab es bereits in ähnlichen Fällen, auch wenn für das Jahr 2023 in Deutschland kein konkretes Sabotagemuster bestätigt wurde.
Durch den Kabeldiebstahl bleibt ein Teil der Güterstrecke bis zur Fertigstellung der Reparaturarbeiten außer Betrieb. Mit geschätzten Kosten von 50.000 Euro zeigt der Vorfall die finanziellen und betrieblichen Risiken solcher Straftaten auf. Die Polizei sucht weiterhin nach Spuren, um die Verantwortlichen zu ermitteln.






