08 January 2026, 14:23

Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet Rücktrittsforderungen

Eine Frau mit einem Schläger in der Hand wird hervorgehoben und spielt Tischtennis, während im Hintergrund einige Personen sitzen und stehen und ein Banner an einer Wand befestigt ist.

Kann ein Bürgermeister während einer Krise Tennis spielen? Aber ja! - Kai Wegner spielt Tennis während Berlins Stromausfall – und erntet Rücktrittsforderungen

Berlins Regierungsbürgermeister Kai Wegner gerät nach Tennis-Spiel während großflächigem Stromausfall in die Kritik

Der Berliner Regierungsbürgermeister Kai Wegner (CDU) sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt, nachdem er während eines massiven Stromausfalls Tennis gespielt hat. Der Vorfall löste Forderungen nach seinem Rücktritt aus – obwohl Behörden bestätigten, dass die Krise fachgerecht bewältigt wurde. Mehr als 100.000 Einwohner im Südwesten der Stadt waren am Samstagmorgen ohne Strom, doch die Versorgung konnte bereits einen Tag früher als geplant wiederhergestellt werden.

Der Blackout begann in den frühen Stunden des Samstags und legte weite Teile Berlins lahm. Wegner erklärte später, er habe den gesamten Tag von seinem Homeoffice aus die Einsatzkoordination geleitet. Aufzeichnungen zeigten jedoch, dass er am Nachmittag ein einstündiges Tennismatch absolvierte, gefolgt von einer Mittagspause – Details, die er in seinen ersten öffentlichen Stellungnahmen verschwiegen hatte.

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Die Rettungskräfte meldeten keine schweren Verletzungen, und die Notfallsysteme funktionierten wie vorgesehen. Besonders schutzbedürftige Gruppen erhielten umgehend Hilfe, und bis Sonntagabend war die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt – früher als prognostiziert. Fachleute wiesen zudem darauf hin, dass das Berliner Netz nicht weniger stabil sei als in anderen deutschen Großstädten.

Oppositionsparteien wie AfD, BSW und FDP forderten Wegeners Rücktritt wegen des Tennis-Spiels. Auch SPD und Grüne kritisierten sein Verhalten scharf und warfen ihm vor, das öffentliche Vertrauen untergraben zu haben. Einsatzkräfte hingegen winkten intern ab: Bürgermeister-Besuche vor Ort brächten in Krisensituationen selten einen Mehrwert, hieß es. Die Debatte verlagerte sich damit von technischen Versäumnissen hin zu politischen Symbolfragen.

Einige Beobachter deuten die Empörung als Ausdruck tieferliegender Unzufriedenheit – Kritiker würden wahrgenommene Führungsdefizite höher gewichten als die tatsächliche Krisenbewältigung. Andere sehen darin einen Trend zu populistischen Reflexen, die schnelle, oberflächliche Urteile über „Stilfragen“ statt über inhaltliche Leistungen fällen.

Die Stromversorgung in allen betroffenen Gebieten wurde vorzeitig wiederhergestellt, ohne dass es zu größeren Folgeproblemen kam. Dennoch hat der Vorfall die Diskussion um Wegeners Führungsstil verschärft – obwohl die fachliche Bewältigung des Blackouts kaum Kritik auslöste. Die Rücktrittsforderungen bleiben bestehen.