23 May 2026, 22:12

Kakaoreste werden zur Goldgrube: Wie ein Kölner Start-up Bauern in Ghana hilft

Koa setzt sich mit 'Weltpremiere' Cacao-Frucht-Shots gegen Abfall in der Schokoladenindustrie ein

Kakaoreste werden zur Goldgrube: Wie ein Kölner Start-up Bauern in Ghana hilft

Ein Kölner Start-up verwandelt Kakaoreste in eine neue Einnahmequelle für Bauern

Das Unternehmen Koa bringt drei Vitamin-Shots aus Kakaofruchtsaft auf den Markt – ein Teil der Pflanze, der bei der Schokoladenherstellung normalerweise entsorgt wird. Damit will das Start-up nicht nur Lebensmittelverschwendung reduzieren, sondern auch die Einkommen von Bauern in Ghana steigern.

Rund 70 Prozent der Kakaofrucht landen bei der Schokoladenproduktion im Abfall. Obwohl Fruchtfleisch und Schale reich an Nährstoffen sind, werden sie meist weggeworfen. Koa nutzt dieses bisher ungenutzte Fruchtfleisch nun für drei verschiedene Vitamin-Shots: Koa Pure, Koa Boost und Koa Energize.

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Im vergangenen Jahr sah sich die Kakaoerzeugung schweren Herausforderungen gegenüber. Extremwetter und Pflanzenschädlinge trafen die Anbaugebiete – besonders in Ghana und der Elfenbeinküste – hart. Die globalen Kakaobestände sanken daraufhin auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt.

Koas Ansatz ermöglicht es Bauern, fast das Doppelte im Vergleich zu Fairtrade-Preisen zu verdienen. Durch die Verarbeitung des Fruchtfleischs schafft das Unternehmen für Kleinbauern eine zusätzliche Einnahmequelle. Vom 4. bis 8. Oktober stellt das Start-up seine neuen Produkte auf der Anuga-Fachmesse vor.

Die Vitamin-Shots machen aus einem Abfallprodukt der Schokoladenindustrie eine wertvolle Ressource: Bauern erzielen höhere Erträge, während die Lebensmittelbranche einen neuen Rohstoff gewinnt. Gleichzeitig reduziert Koas Modell die Abfälle auf den Farmen und bietet eine praktische Lösung für langjährige Probleme in der Kakaoproduktion.

Quelle