Kamp-Lintfort feiert bürgerschaftliches Engagement trotz finanzieller Herausforderungen
Anto SchülerKamp-Lintfort feiert bürgerschaftliches Engagement trotz finanzieller Herausforderungen
Neujahrsempfang in Kamp-Lintfort: Erfolge gefeiert, Herausforderungen benannt
Beim Neujahrsempfang in Kamp-Lintfort standen sowohl die Errungenschaften als auch die aktuellen Herausforderungen der Stadt im Mittelpunkt. Bürgermeister Professor Dr. Christoph Landscheidt richtete sich in seiner Rede an die Bürgerinnen und Bürger, forderte mutige politische Entscheidungen und würdigte zugleich das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen. Zudem wurden Persönlichkeiten und Gruppen für ihr langjähriges Wirken zum Wohl der Stadt ausgezeichnet.
In seiner Ansprache thematisierte Landscheidt die angespannte Haushaltslage der Stadt und warnte vor schwierigen Diskussionen über unvermeidliche Einsparungen. Trotz der finanziellen Belastungen zeigte er sich zuversichtlich für die Zukunft Kamp-Lintforts und lobte den starken Zusammenhalt in der Gemeinschaft.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden langjährige Verdienste um die Stadt gewürdigt: Manfred Klessa erhielt die Goldene Ehrennadel für sein jahrzehntelanges Engagement im lokalen Sport. Willi Gelen wurde mit der Silbernen Ehrennadel für sein Wirken beim Stadt-Schützenfest und im Schützenverein Eintracht Altfeld-Saalhoff ausgezeichnet. Drei lokale Initiativen erhielten zudem den Heimatpreis Nordrhein-Westfalen: Den ersten Platz belegte der Förderverein Lintforter Turm, gefolgt vom Sportverein Alemannia Kamp auf Platz zwei und der Kamp-Lintfort Skateboard-Community auf Platz drei. In den Vorjahren waren unter anderem der TuS Kamp-Lintfort (für sportliche Erfolge im Fußball und Handball), die Kamp-Lintforter Tafel (für ihr Engagement gegen Armut) sowie Einzelpersonen wie die Jugendtrainerin Anna Müller und der Flüchtlingshelfer Peter Schmidt geehrt worden.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Miroslawa Piskunov, Schülerin des Georg-Forster-Gymnasiums, die gemeinsam mit den Lehrerinnen Frau Hackstein und Frau Wolff auftrat. Zum Abschluss dankte der Bürgermeister allen Ehrenamtlichen und wünschte den Bürgerinnen und Bürgern ein friedliches und glückliches Jahr 2026.
Der Empfang spiegelte damit sowohl die finanziellen Hürden der Stadt als auch das ungebrochene Engagement ihrer Bewohner wider. Die Ehrungen für langjähriges Wirken und gemeinnützige Projekte unterstrichen die lebendige Bürgerkultur in Kamp-Lintfort. Die Worte des Bürgermeisters gaben zugleich die Richtung für die anstehenden Haushaltsdebatten vor.






