16 March 2026, 10:10

Karin Hanczewski: Vom Dresdner Tatort zur queeren Aktivistin mit ActOut

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Karin Hanczewski: Vom Dresdner Tatort zur queeren Aktivistin mit ActOut

Karin Hanczewski spielte neun Jahre lang die Kommissarin Karin Gorniak im Dresdner Tatort, bevor sie aus einem anderen Grund in den Fokus der Öffentlichkeit rückte. 2021 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen des ActOut-Manifests und outete sich gemeinsam mit 184 weiteren Schauspieler:innen öffentlich als queer. Ihr Weg von einem Jurastudium über die Schauspielerei bis hin zum Aktivismus war alles andere als konventionell.

Ursprünglich hatte Hanczewski auf Wunsch ihrer Eltern Jura studiert, doch bald entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft: die Schauspielerei. Bevor sie ihre Durchbruchrolle im Tatort erhielt, jobbte sie unter anderem als Pizzabotin und Putzhilfe.

Ihre Zeit als Kommissarin Gorniak machte sie zu einem bekannten Gesicht im deutschen Fernsehen. Doch hinter den Kulissen erlebte sie Vorurteile – manche behaupteten sogar, das Publikum könne schwule Schauspieler:innen nicht akzeptieren. Diese Erfahrungen bestärkten sie später in ihrem Engagement für ActOut.

Im Februar 2021 initiierte sie gemeinsam mit Godehard Giese und Eva Meckbach das Manifest, das in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde. 185 Schauspieler:innen – darunter Eva Medusa Gühne, bekannt aus Tatort, Wolffs Revier und Der Scheich – outeten sich darin öffentlich als Teil der LGBTQ+-Community. Für Hanczewski war dies nicht nur eine persönliche, sondern auch eine bewusste politische Stellungnahme.

Die ActOut-Initiative markierte einen Wendepunkt für queere Sichtbarkeit in der deutschen Unterhaltungsbranche. Hanczewskis Weg – vom Jurastudium zur Schauspielerei und schließlich zum Aktivismus – zeigt eine Karriere, die von mutigen Entscheidungen geprägt ist. Ihre Geschichte bleibt eng mit ihrem schauspielerischen Erbe und ihrer Rolle als Treiberin für gesellschaftlichen Wandel verbunden.

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