Kerstinghaus in Solingen: Bürger fordern echte Mitsprache bei der Zukunft des historischen Gebäudes
Oswin MosemannKerstinghaus in Solingen: Bürger fordern echte Mitsprache bei der Zukunft des historischen Gebäudes
Die Zukunft des Kerstinghauses in Solingens Innenstadt steht zur Debatte. Das historische Gebäude am Graf-Wilhelm-Platz gilt als zentraler Baustein für die Entwicklung des Viertels. Mehrere politische Gruppen und lokale Bündnisse haben inzwischen Vorschläge eingebracht – doch die Bürgerinnen und Bürger fordern mehr Mitsprache bei der Entscheidung.
SPD und Grüne schlagen vor, das Kerstinghaus in ein Jugendcafé umzuwandeln. Auch Die Linke und Volt unterstützen die Idee eines jugendorientierten Treffpunkts. Das Bündnis Bürger für Solingen (BfS) hingegen betont, dass dies nicht die einzige Option sein dürfe.
BfS setzt sich für eine breite Bürgerbeteiligung ein, bevor konkrete Pläne feststehen. Anwohner, Unternehmer, junge Menschen und Vereine sollen ihre Ideen für das Gebäude einbringen können. Das Bündnis besteht darauf, dass Entscheidungen nicht allein Verwaltung oder Parteien überlassen werden dürfen.
Die öffentliche Beteiligung ist für Februar 2026 geplant, etwa in Form von Workshops, digitalen Tools oder einem Ideenlabor. BfS fordert, dass dieser Prozess ernsthaft und nicht nur pro forma ablaufen müsse. Die Behörden sollen eng mit den Bürgern zusammenarbeiten, um eine Lösung zu finden, die der Innenstadt langfristig nutzt.
Das Kerstinghaus bleibt ein zentraler Punkt für die Zukunftsplanung Solingens. Nach der Bürgerbeteiligung Anfang 2026 wird über die Nutzung entschieden. Das Ergebnis wird prägen, wie das Gebäude die Stadtentwicklung in den kommenden Jahren mitgestaltet.






