08 February 2026, 10:19

Kleine AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Gegenprotest

Ein Plakat, das eine Gruppe von Menschen, einige bewaffnet, zwischen Gebäuden mit Rauch im Hintergrund zeigt, mit der Aufschrift "New York - Der Kampf zwischen Randalierern und Miliz" unten.

Kleine AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Gegenprotest

Rechtsextreme AfD-Kundgebung in Münster-Coerde zieht rund 60 Teilnehmer an – Gegenprotest mit 450 Menschen

Bei einer Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) versammelten sich am Samstag in Münster-Coerde etwa 60 Menschen. Gleichzeitig zog eine deutlich größere Gegenveranstaltung rund 450 Teilnehmer an und unterstrich damit die anhaltende Ablehnung der Partei in der Region. Die Polizei sorgte während der gesamten Veranstaltung für eine räumliche Trennung der beiden Gruppen.

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Die AfD-Kundgebung begann um 10 Uhr am Hamannplatz, an der Parteimitglieder sowie der Landespressesprecher teilnahmen. Unter ihnen war Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters, der die AfD aufgrund von Bedenken zur Wirtschaftspolitik und Migration unterstützt. Er kritisierte die staatlichen Ausgaben für die Ukraine und Israel, während ältere Menschen in Deutschland finanziell kämpften.

Die Gegenproteste, organisiert von den Initiativen "Keinen Meter den Nazis" und "Coerde ist bunt", hatten bereits eine Stunde früher begonnen. Mit Reden und Livemusik setzten sich die Teilnehmer für Vielfalt und Inklusion ein. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", sprach sich gegen die gezielte Hetze der AfD gegen Minderheiten aus.

Seit der Wahl 2022 hält der Widerstand gegen die AfD in Münster-Coerde unvermindert an. Gruppen wie "Keinen Meter den Nazis" und "Coerde ist bunt" mobilisieren regelmäßig gegen die Partei und zeigen, dass diese in der Region weiterhin auf breite Ablehnung stößt.

Die Polizei verhinderte direkte Auseinandersetzungen, indem sie die beiden Demonstrationen strikt voneinander trennte. Während die AfD-Veranstaltung nur eine kleine Teilnehmerzahl verzeichnete, war der Gegenprotest deutlich größer. Der Tag spiegelte die anhaltenden Spannungen zwischen der Partei und den lokalen oppositionellen Kräften wider.