Kölner Dom führt erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein – warum die historische Stätte jetzt Geld verlangt
Klothilde BergerEintritt in den Kölner Dom für Touristen - Kölner Dom führt erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein – warum die historische Stätte jetzt Geld verlangt
Kölner Dom führt erstmals Eintrittsgeld für Touristen ein
Der Kölner Dom wird künftig von Touristen erstmals eine Eintrittsgebühr verlangen. Die historische Stätte, die jährlich rund sechs Millionen Besucher anzieht, war seit ihrer Errichtung kostenlos zugänglich. Die Verantwortlichen begründen die Änderung mit steigenden Instandhaltungskosten, die so nicht mehr zu stemmen seien.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit wachsender finanzieller Belastung für das Bauwerk. Allein in diesem Jahr werden für die Unterhaltung des Kölner Doms voraussichtlich 16 Millionen Euro fällig. Um die Ausgaben zu senken, hat die für die Pflege zuständige Domwerkstatt ihre Belegschaft bereits von 100 auf 85 Mitarbeiter reduziert.
Die Gebühr gilt ausschließlich für Touristen – Gläubige können die Kathedrale während der Gottesdienste weiterhin kostenfrei betreten. Die genaue Höhe steht noch nicht fest, doch die Verantwortlichen wollen den Betrag in den kommenden Wochen bekannt geben. Die neue Regelung soll in der zweiten Jahreshälfte in Kraft treten.
Der Kölner Dom beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt Köln. Noch vor den jüngsten Personalkürzungen waren 28 Mitarbeiter der Domwerk speziell mit der Erhaltung des Bauwerks betraut. Nun betonen die Verantwortlichen, dass die Eintrittsgebühr unerlässlich sei, um die Zukunft des Doms zu sichern.
Mit der Einführung des Eintrittsgelds vollzieht die 140 Jahre alte Kathedrale einen Einschnitt: Während Touristen künftig zahlen müssen, bleibt der Zugang für Gottesdienstbesucher kostenfrei. Ziel der Maßnahme ist es, die Finanzierung dringender Reparaturen und Denkmalschutzarbeiten am Kölner Dom langfristig zu sichern.






