Kölner Oberbürgermeister will Olympia-Bewerbung auf Dom und Stadt fokussieren
Oswin MosemannNeuer Oberbürgermeister: Olympia-Bewerbung besser auf Köln abstimmen - Kölner Oberbürgermeister will Olympia-Bewerbung auf Dom und Stadt fokussieren
Torsten Burmester, der neu gewählte Oberbürgermeister Kölns, schlägt eine Neuausrichtung der olympischen Bewerbungsstrategie Nordrhein-Westfalens vor. Sein Ziel: Die Pläne des Bundeslandes sollen stärker auf seine Stadt fokussiert werden, wobei der Kölner Dom als zentrales Symbol herausgestellt wird. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland mehrere Bewerbungen für künftige Olympische Spiele prüft – eine endgültige Entscheidung wird bis Ende 2026 erwartet.
Burmester setzte sich am Sonntag in der Stichwahl um das Kölner Rathaus durch und übernimmt damit die Führung in Deutschlands viertgrößter Stadt. Zuvor hatte er bis Ende vergangenen Jahres als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) amtiert.
Nordrhein-Westfalen bereitet bereits eine Bewerbung vor, die sich auf die Rhein-Ruhr-Region konzentriert. Burmester jedoch argumentiert, dass Köln mit seinem zum UNESCO-Welterbe zählenden Dom ein stärkeres internationales Aushängeschild für die Kampagne bieten könnte. Der DOSB hat sich noch nicht festgelegt, ob er sich für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben wird.
Auch andere deutsche Städte wie Berlin, Hamburg und München arbeiten an eigenen olympischen Konzepten. Der DOSB plant, alle Vorschläge zu prüfen und bis Herbst 2026 einen finalen Kandidaten zu benennen.
Wohin die Reise genau geht, bleibt noch offen – doch Burmesters Initiative für Köln verleiht dem Wettbewerb eine neue Dynamik. Sollte sich die Stadt durchsetzen, könnten ihre historischen Wahrzeichen und die bestehende Infrastruktur eine zentrale Rolle in Deutschlands olympischen Ambitionen spielen. Die endgültige Entscheidung über die Gastgeberstadt und die Ausrichtung der Spiele fällt in zwei Jahren.






