Kölns Afrika-Viertel kämpft um seine historischen Vorgärten gegen Parkplatz-Druck
Klothilde BergerKölns Afrika-Viertel kämpft um seine historischen Vorgärten gegen Parkplatz-Druck
Köln will historische Vorgärten im Afrika-Viertel schützen
Die Stadt Köln plant Maßnahmen zum Erhalt der historischen Vorgärten im Afrika-Viertel des Stadtteils Nippes. Geplant ist ein Verbot neuer Parkplätze auf mehreren Straßen, um den grünen Charakter des Viertels zu bewahren. Doch der Vorschlag stößt bereits bei Eigentümern auf Kritik.
Die Stadtverwaltung will eine Satzung einführen, die Hausbesitzern untersagt, ohne Sondergenehmigung Vorgärten in Parkflächen umzuwandeln. Bestehende Zufahrten und Stellplätze bleiben bestehen, doch die Versiegelung neuer Flächen für nicht zwingend notwendige Zugänge soll künftig verboten werden.
Der Kölner Ausschuss für Stadtentwicklung wird die Pläne voraussichtlich im März beraten. Die Behörden hoffen, dass die Regelungen den historischen Charme des Afrika-Viertels erhalten, wo die Vorgärten seit jeher prägend sind.
Ein Vorstandsmitglied des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins warnt jedoch vor Widerstand. Viele Eigentümer könnten gegen die Verordnung klagen und sich gegen nachträgliche Einschränkungen wehren. Der Verband zweifelt zudem an, ob die Stadt solche Änderungen fair durchsetzen kann.
Die neue Satzung würde nur für künftige Umbauten gelten und bestehende Parkplätze unberührt lassen. Bei einer Zustimmung sollen die Regeln weiteren Verlust von Grünflächen im Viertel verhindern. Das Ergebnis der März-Debatte wird zeigen, wie die Stadt mit dem Vorhaben weiterverfährt.






