04 February 2026, 14:29

Korruptionsskandal bei Duisburger Verkehrsbetrieben: Zwei Manager entlassen

Ein Schwarz-Weiß-Plakat mit einer Betrugswarnung, das den Text "Carlsbad Spruud Salt" und ein Firmenlogo zeigt.

Exorbitante Gehälter für Betriebsräte? DVV-Chefs entlassen - Korruptionsskandal bei Duisburger Verkehrsbetrieben: Zwei Manager entlassen

Großer Korruptionsskandal erschüttert Duisburger Verkehrsbetriebe DVV

Ein schwerwiegender Korruptionsverdacht hat die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVV) in die Krise gestürzt. Zwei Führungskräfte stehen vor der Entlassung, nachdem ihnen vorgeworfen wird, unzulässige Zahlungen an Mitglieder des Betriebsrats geleistet zu haben. Der Skandal kam durch einen anonymen Hinweis ans Licht und führte zu einer externen juristischen Prüfung sowie Hausdurchsuchungen durch die Polizei.

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Die Affäre nahm ihren Anfang, als eine anonyme Quelle Behörden auf mögliche Verstöße aufmerksam machte. Der Duisburger Oberbürgermeister beauftragte daraufhin eine unabhängige Kanzlei mit den Ermittlungen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass mehrere Betriebsratsmitglieder übermäßige Vergünstigungen erhalten haben könnten – ein Verdacht, der auf Bestechung und Verstöße gegen das deutsche Betriebsverfassungsgesetz hindeutet.

Die beiden beschuldigten Manager, Marcus Wittig und Axel Prasch, hatten sich zunächst bereit erklärt, vorübergehend zurückzutreten. Später sollen sie jedoch versucht haben, die Ermittlungen zu behindern, was schließlich zu ihrer Entlassung führte. Der Aufsichtsrat setzte sie offiziell ab, nachdem Beweise für eine Obstruktion der Untersuchungen vorlagen.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat inzwischen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Behörden durchsuchten die Wohnungen von Wittig und Prasch und beschlagnahmten Dokumente sowie elektronische Geräte. Im Fokus stehen der Verdacht auf Untreue, überhöhte Gehaltszahlungen und mögliche Justizbehinderung. Bisher wurden keine offiziellen Anklagen erhoben, doch die Zusammenarbeit mit den externen Ermittlern dauert an.

Die DVV, einer der größten Arbeitgeber Duisburgs mit über 4.500 Beschäftigten, steckt mitten in einer internen Krise. Der Betriebsrat, der erheblichen Einfluss auf Personalentscheidungen hat, steht im Zentrum der Kontroverse. Die laufenden Ermittlungen sollen klären, ob weitere rechtliche Schritte notwendig sind.

Die entlassenen Manager bleiben unter Beobachtung, während die Staatsanwaltschaft Beweise für finanzielle Verfehlungen und Behinderung der Ermittlungen prüft. Der Fall hat bereits zu Führungswechseln bei der DVV geführt. Externe Ermittler sichten weiterhin Unterlagen – weitere Schritte, einschließlich möglicher Anklagen, hängen von den Ergebnissen der noch laufenden juristischen Prüfung ab.