02 February 2026, 10:13

Krebssterblichkeit in NRW sinkt – doch regionale Unterschiede bleiben

Eine Säulen-Diagramm, das den Prozentsatz der Menschen zeigt, die 2020 in den Vereinigten Staaten an Krebs diagnostiziert wurden, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, mit zusätzlichen Informationen oben.

Fast jeder Vierte stirbt an Krebs - Krebssterblichkeit in NRW sinkt – doch regionale Unterschiede bleiben

Die Krebssterblichkeit in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahrzehnt gesunken, wie neue Daten zeigen. Im Jahr 2024 verzeichnete das Bundesland rund 51.000 Krebstote – das entspricht etwa jedem vierten Sterbefall. Zwar sind die Raten insgesamt zurückgegangen, doch bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Industriegebieten und wohlhabenderen Regionen.

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Die landesweite Krebssterblichkeitsrate lag 2024 bei 284 Todesfällen pro 100.000 Einwohner, ein Rückgang gegenüber 293 im Jahr 2015. Besonders hoch waren die Werte in ehemaligen Industriezentren wie Gelsenkirchen und Duisburg, wo die Rate von etwa 220 auf 190 Todesfälle pro 100.000 sank. In wohlhabenderen Städten wie Bonn und Münster ging die Sterblichkeit dagegen von rund 160 auf 140 pro 100.000 zurück. Die sich verringernde Kluft – um etwa 15 Prozent geschrumpft – spiegelt Fortschritte bei der medizinischen Versorgung und Prävention wider.

Die höchste Krebssterblichkeitsrate im Jahr 2024 verzeichnete Herne mit 345 Todesfällen pro 100.000 Einwohner, während Bonn mit 218 pro 100.000 die niedrigste Rate aufwies. Im Durchschnitt starben Krebspatienten mit 75,3 Jahren – verglichen mit 79,4 Jahren bei allen Todesursachen.

Krebserkrankungen des Verdauungssystems waren 2024 die häufigste Todesursache und machten 30 Prozent der männlichen und 27,2 Prozent der weiblichen Sterbefälle aus. An zweiter Stelle standen Krebserkrankungen der Atemwege. Bei Männern waren Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane die dritthäufigste Todesursache, bei Frauen Brustkrebs.

Der Rückgang der Krebssterblichkeit in Nordrhein-Westfalen unterstreicht die Fortschritte in Behandlung und Früherkennung. Dennoch bestehen regionale Unterschiede fort, wobei Industrieregionen weiterhin höhere Sterberaten aufweisen. Verdauungs- und Atemwegskrebserkrankungen bleiben die tödlichsten Formen – ein klarer Hinweis auf die Notwendigkeit gezielter Präventionsmaßnahmen.