Kriminalität im Bergischen Städtedreieck steigt 2024 um über vier Prozent an
Oswin MosemannKriminalität im Bergischen Städtedreieck steigt 2024 um über vier Prozent an
Kriminalitätsrate in Wuppertal, Remscheid und Solingen steigt 2024 um 4,16 Prozent
Im Jahr 2024 stiegen die Kriminalitätszahlen in Wuppertal, Remscheid und Solingen – die registrierten Straftaten nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 4,16 Prozent zu. Insgesamt verzeichnete die Polizei in den drei Städten 54.075 Delikte, was eine deutliche Verschiebung bei bestimmten Kriminalitätstrends zeigt. Zwar gab es in einigen Bereichen Fortschritte, doch neue Herausforderungen – insbesondere im Zusammenhang mit Messerangriffen – bereiten den lokalen Behörden Sorgen.
Gemischtes Bild im Bergischen Städtedreieck
Die Region Bergisches Städtedreieck präsentierte 2024 ein uneinheitliches Lagebild: Betrugsfälle stiegen um 1.267 an (plus 17,38 Prozent), während die Gewaltkriminalität um 262 Taten (11,65 Prozent) zunahm. Auch die Straßenkriminalität erhöhte sich um 641 Fälle (5,98 Prozent). Dagegen stabilisierte sich die Zahl der Einbrüche, und Taschendiebstähle gingen im Vergleich zu den Vorjahren zurück.
Besorgniserregend ist der Anstieg von Messerdelikten: 58 Fälle betrafen Klingen mit einer Länge von über 12 Zentimetern, weitere 300 Fälle bezogen sich auf messerähnliche Gegenstände. Als Reaktion darauf führte die Wuppertaler Polizei einen gezielten Aktionsplan ein, um Straßen- und Gewaltkriminalität einzudämmen – mit besonderem Fokus auf Messerbesitz und Angriffe. Zwar sank 2024 die Zahl junger Tatverdächtiger, doch nicht-deutsche Personen machten etwa 40,5 Prozent der Straftaten aus. Die Gesamtaufklärungsquote verringerte sich leicht von 55,7 Prozent (2023) auf 54,1 Prozent.
Mehr Schutz für Senioren
Die Bemühungen zum Schutz älterer Bürger wurden ausgeweitet: 40 neue Seniorensicherheitsberater wurden ausgebildet, um Betrugsmaschen wie fingierte Anrufe zu bekämpfen. Ihre Identität bleibt vertraulich, doch ihre Aufgabe besteht darin, Straftaten gegen Senioren zu reduzieren.
Fortschritte und Rückschläge
Die Kriminalstatistik 2024 zeigt für die Polizei der Region sowohl Erfolge als auch Rückschläge. Zwar gingen Taschendiebstähle und Jugendkriminalität zurück, doch Messerdelikte und Betrugsfälle stiegen deutlich an. Die Behörden passen ihre Strategien weiterhin an – unter anderem durch neue Schulungsprogramme und gezielte Kontrollen –, um der sich wandelnden Kriminalitätslandschaft zu begegnen.






