Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt 2025 – doch nicht überall
Hellmuth OrtmannKriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt 2025 – doch nicht überall
Kriminalitätsrate im Rhein-Kreis Neuss sinkt 2025 – doch nicht alle Delikte gehen zurück
Im Rhein-Kreis Neuss ist die Kriminalitätsrate 2025 gesunken: Die Behörden verzeichneten weniger Straftaten als im Vorjahr. Insgesamt wurden 28.790 Fälle registriert – nach 30.954 im Jahr 2024. Dennoch stiegen in einigen Kategorien, etwa bei Nötigung und Ladendiebstahl, die Fallzahlen an.
Mit einem Anteil von 40,2 Prozent blieb Diebstahl die häufigste Straftat im Kreis, wobei nur 24,8 Prozent dieser Fälle aufgeklärt werden konnten. In Meerbusch machten Diebstähle 39,5 Prozent aller gemeldeten Delikte aus, gefolgt von sonstigen Verstößen gegen das Strafgesetzbuch und Gewalttaten.
Die Aufklärungsquote im gesamten Kreisgebiet blieb mit 53,7 Prozent stabil und entsprach damit dem Landesdurchschnitt. Spezialeinheiten wie die Ermittlungskommission Asia und die Ermittlungskommission Debit trugen maßgeblich zur Lösung mehrerer spektakulärer Fälle bei.
Bei den Tötungsdelikten wurden 2025 insgesamt 17 Fälle erfasst, darunter elf Versuche. Die Aufklärungsquote bei diesen schweren Straftaten lag bei 70,6 Prozent. In Meerbusch ging die Gesamtzahl der Delikte um 7,7 Prozent zurück – hier wurden 2.376 Fälle registriert. Betrug und Fahrraddiebstähle nahmen ab, während Nötigungen und Ladendiebstähle zunahmen.
Bundesweit verzeichnete Deutschland 2025 insgesamt 508 Fälle von Mord und Totschlag. Ob sich unter den Tötungsdelikten im Rhein-Kreis Neuss auch solche in öffentlichen Einrichtungen wie Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Schulen befanden, ging aus den veröffentlichten Daten nicht hervor.
Der allgemeine Rückgang der Kriminalität deutet auf eine verbesserte Sicherheit in Teilen des Rhein-Kreises Neuss hin. Gleichzeitig zeigt der Anstieg bei bestimmten Delikten wie Ladendiebstahl und Nötigung, dass weiterhin Herausforderungen bestehen. Die Behörden konzentrieren sich weiterhin darauf, hohe Aufklärungsquoten zu halten – insbesondere bei schweren Straftaten wie Tötungsdelikten.