Krischer diskutiert Solingens Verkehrswende mit Bürger:innen und Wirtschaft
Anto SchülerKrischer diskutiert Solingens Verkehrswende mit Bürger:innen und Wirtschaft
NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer besuchte diese Woche im Rahmen der Grünen-Tour "Grüne in Verantwortung" Solingen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen lokale Verkehrsherausforderungen und zukünftige Projekte, über die mit Politiker:innen, Anwohner:innen und Wirtschaftsvertreter:innen diskutiert wurde.
Krischer startete seinen Besuch mit einer Begehung kritischer Abschnitte entlang der Kamper Straße, wo fehlende Radwege Sicherheitsrisiken bergen. Finn Grimsehl-Schmitz, der grüne Stadtrat und Organisator der Tour, wies auf die besonders gefährlichen Stellen hin.
Anschließend nahm der Minister an einer Gesprächsrunde im Cobra mit der Landesvorsitzenden Yazgülü Zeybek und dem Mobilitätsexperten Professor David Kohlrautz teil. Dort wurden klimafreundliche Verkehrslösungen und deren wirtschaftliche Auswirkungen erörtert. Rund 80 Bürger:innen nahmen an einer Abendveranstaltung teil, stellten Fragen und brachten ihre Anliegen vor.
Die Gruppe besichtigte zudem Pläne für eine neue Radverbindung zwischen dem Gewerbegebiet Scheuren und der Viehbachtalstraße. Jörg Püttbach, Vorsitzender des lokalen Wirtschaftsverbands BIA, betonte die Bedeutung des Projekts für die 2.500 Beschäftigten in der Region.
Stellvertretender Bürgermeister Andreas Budde schlug vor, den Schwerlastverkehr um die Wohnstraßen in Merscheid umzuleiten, um die Veloroute 2 zu entlasten. Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) forderte Landesmittel für Solingens Verkehrskonzept und eine Überprüfung der regionalen Straßeninfrastrukturstrategie.
Krischer lobte den breiten Konsens zwischen Solingens Politiker:innen, Verwaltung und Wirtschaft zur nachhaltigen Verkehrswende. Er verwies auf laufende Ausbauarbeiten an der Veloroute 2, darunter ein 2,5 Kilometer langer Abschnitt entlang der Wupper, der zwischen 2021 und 2026 fertiggestellt wird. Dieser umfasst neue Radspuren, Brücken und Ampelanpassungen und schafft eine durchgehende Verbindung von Düsseldorf nach Wuppertal. Auch benachbarte Städte wie Wuppertal, Remscheid und Düsseldorf sowie der Rhein-Sieg-Kreis planen bis 2028 ähnliche Radanbindungen an Schienen- und Straßennetze – finanziert über das NRW-Radverkehrsprogramm.
Der Besuch unterstrich Solingens Bestrebungen für sichere Radwege und bessere Verkehrsanbindungen. Mit Unterstützung von Land und Kommune sollen Projekte wie der Ausbau der Veloroute 2 die regionale Vernetzung verbessern. Weitere Gespräche werden sich auf die Finanzierung und die Feinplanung der Infrastruktur konzentrieren.






