Kulturstreit: Warum der Rheinische-Post-Chef Opernhäuser als Luxusproblem abtut
Anto SchülerKulturstreit: Warum der Rheinische-Post-Chef Opernhäuser als Luxusproblem abtut
Scharfe Kritik am Chefredakteur der Rheinischen Post und seiner Haltung zur Kultur
Eine scharfe Kritik hat sich an dem Chefredakteur der Rheinischen Post und seiner Position zur Kultur entzündet. In einem aktuellen Kommentar wendet sich der Autor gegen die Pläne für ein neues Opernhaus in Dortmund – und entfacht damit eine breitere Debatte. Der Verfasser argumentiert, dass eine solche Haltung den gesellschaftlichen Wert der Oper untergräbt.
Der Autor erinnert an die Zeit des Chefredakteurs bei der Weser-Kurier in Bremen. Damals habe dieser auf Zahlen, Profit und Selbstdarstellung gesetzt – statt auf kulturelle Bereicherung. Dieser Ansatz, so die These, habe im Journalismus Spuren hinterlassen.
Nun bedient sich der Chefredakteur finanzieller Argumente gegen das Dortmunder Opernhaus und verweist auf die hohen Sanierungskosten des Kölner Hauses. Er misst Kunst in wirtschaftlichen Kategorien, setzt auf Trends statt auf kulturelle Bedeutung.
Die Düsseldorfer Oper beschäftigt 570 Menschen und fördert Bildung durch Musikschulen und Bibliotheken. Der Autor ist überzeugt: Oper regt Debatten an, schafft bedeutungsvolle Räume und verbindet Gemeinschaften. Ein Chefredakteur solle diese Werte verteidigen – nicht demontieren.
Der Verfasser warnt: Folgt man dieser Logik, droht ein Dominoeffekt. Städte könnten ihre Opernhäuser nach und nach aufgeben, bis keines mehr übrig bleibt. Der Verlust beträfe nicht nur die Kunst, sondern auch Arbeitsplätze, Bildung und das städtische Selbstverständnis.






