Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest
Klothilde BergerPalästinensischer Künstler tritt nicht an der Akademie auf - Kunstakademie Düsseldorf hält an umstrittener Veranstaltung mit Basma al-Sharif fest
Jüdische Organisationen fordern die Absage einer Veranstaltung an der Kunstakademie Düsseldorf mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif. Der Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken wegen ihrer Social-Media-Beiträge, in denen Kritiker eine Verherrlichung von Terrorismus und die Verbreitung antisemitischer Inhalte sehen. Die Akademie lehnt eine Absage jedoch ab und berufen sich dabei auf die künstlerische Freiheit als zentrales Argument.
Die Kontroverse begann, als jüdische Gruppen – darunter das Netzwerk jüdischer Akademiker:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf – gegen al-Sharifs Teilnahme protestierten. Sie werfen ihr vor, in ihren Online-Posts Gewalt zu verherrlichen und Israel mit antisemitischer Rhetorik anzugreifen.
Die Kunstakademie wies die Forderung nach Absage zurück. Laut Angaben der Hochschule wurde al-Sharif aufgrund ihres international anerkannten künstlerischen Schaffens eingeladen. Gleichzeitig betonte die Institution, dass sie Antisemitismus, die Verherrlichung von Terrorismus oder eine Infragestellung des Existenzrechts Israels nicht dulde.
Um die Bedenken auszuräumen, führte die Akademie Gespräche mit den studierenden Organisator:innen. Die Veranstaltung wird nun von einer studentisch geleiteten Moderation begleitet und durch zusätzliche Kontextualisierung des Werks der Künstlerin ergänzt. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Forderung nach einer Absage bestehen.
Die Veranstaltung findet wie geplant statt – die Akademie hält an ihrer Entscheidung fest, den offenen Diskurs zu wahren. Jüdische Organisationen halten weiterhin an ihrer Ablehnung fest und argumentieren, dass die mutmaßlichen Social-Media-Aktivitäten der Künstlerin eine Absage rechtfertigen. Der Ausgang der Debatte könnte künftige Diskussionen über die Abwägung zwischen künstlerischer Freiheit und ethischen Grenzen prägen.






