02 April 2026, 08:11

Lesung in Lünen: Warum Femizide uns alle angehen müssen

Eine Frau in einem weißen Hemd steht vor einem Gebäude mit einem Zitat über die Unterstützung von Opfern von Extremismus, mit einem Logo in der rechten unteren Ecke.

Lesung in Lünen: Warum Femizide uns alle angehen müssen

Lesung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Lünen

Am 25. November 2025 findet in Lünen eine besondere Lesung zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Die Stelle für Gleichberechtigung und Frauenangelegenheiten, gemeinsam mit der Volkshochschule Lünen und der Stadtbücherei, organisiert die Veranstaltung. Die Journalistin Julia Cruschwitz wird aus ihrem 2023 erschienenen Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" lesen, das sich mit Partnerschaftsgewalt und gesellschaftlichen Einstellungen zu solchen Verbrechen auseinandersetzt.

Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Treffpunkt Persiluhr der Stadtbücherei Lünen in der Gartenstraße 4. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule Lünen wird jedoch gebeten.

Cruschwitz' Buch legt erschreckende Zahlen offen: Zwischen 2000 und 2022 wurden in Deutschland 1.791 Frauen von (Ex-)Partnern ermordet. Allein 2023 verloren 360 Frauen durch Gewalt ihr Leben, wobei 68,6 Prozent der Fälle mit häuslicher Gewalt in Verbindung standen. Ihre Recherchen zeigen zudem, wie gesellschaftliche Normen solche Taten oft verharmlosen oder entschuldigen.

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Im Anschluss an die Lesung haben die Besucher:innen die Möglichkeit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen. Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches – und kein privates – Problem sei.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für Femizide und deren weitreichende Folgen zu schärfen. Cruschwitz' Erkenntnisse deuten auf anhaltende Defizite in der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt hin. Die Organisator:innen rufen zur Teilnahme auf, um den Dialog über Prävention und Opferhilfe zu fördern.

Quelle