Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit VR-Technologie
Hellmuth OrtmannLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotenausbildung mit VR-Technologie
Lufthansa Group und Airbus stellen neues digitales Schulungstool für Piloten vor
Ein innovatives digitales Trainingssystem für Piloten wurde von der Lufthansa Group und Airbus auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena präsentiert. Das System, das ein VR-Headset mit einem Laptop kombiniert, soll die Vorbereitung auf Standardverfahren im Cockpit effizienter und nachhaltiger gestalten.
Der Virtual Procedure Trainer bietet Piloten eine authentische 3D-Ansicht eines Flugzeugcockpits. Mithilfe von Virtual-Reality-Technologie können sie wiederkehrende Betriebsabläufe gezielt üben und das Training individuell anpassen. Das Tool ist darauf ausgelegt, sie auf spätere Phasen ihres Ausbildungsprogramms vorzubereiten.
Zwei erste VR-Stationen wurden bereits im Rahmen einer Testphase in Frankfurt und Wien installiert. Im Mittelpunkt steht die Bewertung der Nutzerakzeptanz sowie die Frage, wie gut sich das System in die bestehende Schulungsumgebung der Lufthansa Group integrieren lässt. Die Software ist derzeit mit den Cockpits der A320-Familie kompatibel, soll aber künftig auch auf Langstreckenmodelle wie die A330 und A350 ausgeweitet werden.
Das System ist flexibel einsetzbar – sowohl mit VR-Ausstattung als auch über eine ergänzende iPad-App. Dadurch können Piloten orts- und zeitunabhängig in ihrem eigenen Tempo trainieren. Lufthansa Aviation Training, die Fluggesellschaften der Lufthansa Group und Airbus arbeiten eng zusammen, um die Software für die vollständige Integration in die musterspezifische Schulung aller unterstützten Flugzeugtypen zu optimieren.
Auf dem Digitalgipfel informierten sich mehrere Politiker, darunter Dr. Volker Wissing und Dr. Franziska Brantner, am gemeinsamen Stand von Lufthansa Group und Airbus über das VR-Cockpit-Training und dessen Potenzial für die Pilotenausbildung. Fabrice Hamel, Vice President Flight Operations & Training bei Airbus, zeigte sich zufrieden mit der Partnerschaft und dem bisher positiven Feedback.
Matthias Spohr, CEO von Lufthansa Aviation Training, betonte, dass der Gipfel eine ideale Plattform sei, um die neue Lösung zu präsentieren. Die Fähigkeit des Tools, realistische und wiederholbare Schulungen zu ermöglichen, könnte einen neuen Standard in der Pilotenausbildung setzen.
Der Virtual Procedure Trainer wird derzeit in Frankfurt und Wien erprobt. Bei Erfolg könnte er zu einem zentralen Bestandteil der Pilotenausbildung bei der Lufthansa Group werden. Die Flexibilität und der Realitätsbezug des Systems könnten zudem künftige Schulungsmethoden in der gesamten Luftfahrtbranche prägen.






