22 February 2026, 10:11

Massiver Protest gegen AfD-Veranstaltung im Kulturbahnhof Overath

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Massiver Protest gegen AfD-Veranstaltung im Kulturbahnhof Overath

Am 20. Februar soll im Kulturbahnhof Overath eine rechtspopulistische Veranstaltung der AfD unter dem Titel "Populistischer Aschermittwoch" stattfinden. Als Reaktion darauf haben lokale Initiativen Proteste organisiert und eine Unterschriftenkampagne gestartet, die ein Verbot der Partei fordert. Der Widerstand spiegelt die wachsende Ablehnung von Rechtsextremismus in der Region und darüber hinaus wider.

Der Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg wird ab 17 Uhr auf dem Overather Bahnhofsplatz eine Kundgebung gegen die AfD-Veranstaltung anführen. Unterstützung erhält er vom Verein Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt, dessen Vorsitzender Roland Vossebrecker betont, wie wichtig ein sichtbares Bekenntnis zu demokratischen Werten sei. Auch der Kreisvorstand der Linken ruft die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme auf und argumentiert, der Rheinisch-Bergische Kreis stehe für Offenheit, Vielfalt und die Einhaltung der Menschenrechte.

Parallel dazu läuft eine eigenständige Unterschriftenaktion, die ein generelles Verbot der AfD zum Ziel hat. Allein in Bergisch Gladbach wurden in nur zwei Wochen fast 600 Unterschriften gesammelt – davon über 330 an einem einzigen Tag. Die örtliche Gruppe "Omas gegen Rechts" unterstützt die Kampagne, und die Organisator:innen betreiben jeden Samstag von 10 bis 13 Uhr einen Infostand in der Fußgängerzone. Zwar gibt es keine bundesweite Zählung, doch ein Bündnis von rund 90 Initiativen in Nordrhein-Westfalen strebt bis Juni 100.000 Unterschriften an.

Auch in anderen Regionen formiert sich Widerstand. In Bayern gab es bereits Proteste in Weilheim, in Erlangen laufen derzeit Vorbereitungen. In Baden-Württemberg werden Petitionen unterzeichnet, wenn auch nicht alle explizit gegen die AfD gerichtet sind. Interessierte werden auf Websites wie nrw-appell-afd-verbot.de und weact.campact.de/p/nrwappell verwiesen, wo sie weitere Informationen erhalten.

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Die Proteste in Overath und die Unterschriftenkampagne zeigen, wie vernetzt der Einsatz gegen Rechtsextremismus in mehreren Bundesländern vorangetrieben wird. Mit geplanten Aktionen und laufenden Petitionen mobilisieren die Initiativen weiterhin Unterstützung. Aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten zur Beteiligung werden über die Kanäle der lokalen Vereine bekannt gegeben.