Meerbusch boomt wirtschaftlich – doch die Digitalisierung bleibt zurück
Oswin MosemannMeerbusch boomt wirtschaftlich – doch die Digitalisierung bleibt zurück
Meerbusch verzeichnet starkes Wirtschaftswachstum – doch Digitalisierung hinkt hinterher
In den vergangenen 25 Jahren hat Meerbusch ein kräftiges Wirtschaftswachstum erlebt: Die Zahl der Beschäftigten ist seit 1999 um mehr als die Hälfte gestiegen. Eine aktuelle Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zeigt sowohl Stärken als auch Verbesserungspotenziale im lokalen Wirtschaftsstandort auf. Bürgermeister Christian Bommers begrüßte die Ergebnisse, mahnte jedoch gleichzeitig schnellere Fortschritte bei der Digitalisierung an.
Der jüngste IHK-Bericht, der alle fünf Jahre erscheint, bestätigt Meerbusch als attraktiven Unternehmensstandort. Zum Stichtag 30. Juni 2024 zählte die Stadt 14.093 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – ein Plus von 52,4 Prozent seit 1999. Die Arbeitslosenquote lag 2024 bei 5,3 Prozent und damit unter dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie des Kreises.
Lokale Unternehmen bewerteten Meerbusch im Schnitt mit der Note 2,41 und zeigten sich damit insgesamt zufrieden. Besonders gut schnitt die Stadt bei der Erreichbarkeit ab (Note 1,98). Auch die einzelhandelsrelevante Kaufkraft lag mit einem Index von 128,3 über dem Bundesdurchschnitt.
An der Umfrage beteiligten sich rund 130 Meerbuscher Unternehmen mit etwa 3.100 Beschäftigten. Während die Betriebe die Infrastruktur lobten, sahen sie vor allem bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung dringenden Handlungsbedarf. Die IHK empfahl zudem, den Ausbau des Gewerbegebiets Strümper zu beschleunigen und den Bau der Kreisstraße 9n voranzutreiben.
Bürgermeister Bommers nahm die Ergebnisse zur Kenntnis und betonte, wie wichtig moderne digitale Dienstleistungen seien, um die Wettbewerbsfähigkeit Meerbuschs zu sichern.
Fazit: Wirtschaftlich stark, aber mit Baustellen Die IHK-Analyse unterstreicht die wirtschaftliche Stärke Meerbuschs – mit steigenden Beschäftigtenzahlen und überdurchschnittlicher Kaufkraft bleibt die Stadt ein solider Wirtschaftsstandort. Doch um das Wachstum langfristig zu sichern, sind schnellere Digitalisierung und Infrastrukturausbau unverzichtbar.






