Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitnehmer und Unternehmen bedeutet
Oswin MosemannMindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitnehmer und Unternehmen bedeutet
Mindestlohn in Deutschland steigt in den kommenden Jahren weiter an
Ab 2026 wird der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland auf 13,90 Euro pro Stunde steigen, 2027 folgt eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro. Unternehmen – darunter auch Friseursalons – bereiten sich bereits auf die finanziellen Auswirkungen vor.
Der gesetzliche Mindestlohn wurde in Deutschland 2015 eingeführt und lag damals bei 8,50 Euro pro Stunde. Seither sorgten regelmäßige Anpassungen für einen schrittweisen Anstieg. Die geplanten Erhöhungen auf 13,90 Euro (2026) und 14,60 Euro (2027) werden voraussichtlich bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte betreffen.
Studien zufolge führt eine Erhöhung des Mindestlohns um 10 Prozent in der Regel zu einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent. Ein Friseurbetrieb in Lünen hat bereits angekündigt, die Servicekosten um 4 bis 6 Prozent zu erhöhen, um die höheren Lohnkosten auszugleichen. Trotz Bedenken bezeichnete der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks die bevorstehenden Anpassungen als "ausgewogen und für die Branche tragbar".
Die Lohnerhöhungen treten am 1. Januar 2026 und erneut 2027 in Kraft. Millionen Geringverdiener profitieren davon, doch einige Unternehmen könnten die zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergeben. Die Änderungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, die Löhne an die Lebenshaltungskosten anzupassen.






