06 March 2026, 18:11

Moers wehrt sich mit Millionenförderung gegen Rechtsextremismus und stärkt demokratische Werte

Ein Kreis mit "Verantwortung in der Gemeinschaft" in der Mitte, umgeben von drei überlappenden Kreisen, die durch Pfeile verbunden sind, alles in hellen, leuchtenden Farben.

Moers wehrt sich mit Millionenförderung gegen Rechtsextremismus und stärkt demokratische Werte

Moers hat neue Fördergelder erhalten, um seinen Kampf gegen Rechtsextremismus auszuweiten und demokratische Werte zu stärken. Die Initiative der Stadt, die vom Bundesprogramm "Lebendige Demokratie!" unterstützt wird, läuft weitere zwei Jahre – mit Schwerpunkt auf Schulen, Jugendarbeit und lokale Vernetzung.

Im Rahmen des Projekts wird ein "3D-Multiplikator:innen"-Fortbildungsprogramm eingeführt, das Lehrkräfte und außerschulische Bildner:innen dabei unterstützt, demokratische Prinzipien in den Unterricht zu integrieren. Zudem sollen Schulstunden mit gemeindebezogenen Aktivitäten verknüpft werden, um junge Menschen über den Lehrplan hinaus zu beteiligen.

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Ein neues externes Koordinierungsbüro wird beim Verein Bollwerk e.V. eingerichtet und aus den Bundesmitteln finanziert. Es steuert die Einrichtung eines Jugendforums, eines Jugendfonds sowie des jährlichen Jugendkongresses – alles Formate, die junge Stimmen verstärken sollen.

Die Sozialwissenschaftlerin Miriam Deppenkemper, Expertin für Antidiskriminierung und demokratietheoretische Fragen, übernimmt die Leitung der Initiative. Ihre Aufgabe ist es, lokale Netzwerke zu festigen und nachhaltige demokratische Strukturen aufzubauen. Das Programm richtet sich explizit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und andere Formen struktureller Diskriminierung – durch Bildung und Gemeinschaftsarbeit.

Während Moers hier eine klare Position bezieht, bleibt ungewiss, wie viele weitere Städte in Nordrhein-Westfalen ähnliche Projekte gestartet haben.

Die erneute Förderung sichert die Arbeit in Moers für mindestens zwei weitere Jahre. Mit neuen Fortbildungen, Jugendinitiativen und fachkundiger Leitung will die Stadt langfristige demokratische Widerstandsfähigkeit aufbauen. Das Bundesprogramm "Lebendige Demokratie!" unterstützt diese Vorhaben durch strukturierte Projekte und lokale Partnerschaften.

Quelle