06 February 2026, 04:13

Mönchengladbach plant 2.175 Ganztagsplätze für Grundschüler bis 2027

Eine Schule mit einer Tür, Fenstern und einem "Willkommen in einer kinderfreundlichen Schule"-Schild, mit einem vor der Tür geparkten Auto, umgeben von Topfpflanzen, Bäumen, Menschen, Pfählen, Drähten und einem bewölkten Himmel.

Mönchengladbach plant 2.175 Ganztagsplätze für Grundschüler bis 2027

Mönchengladbach geht mit ehrgeizigen Schritten voran, um die Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder auszubauen. Bis zum Schuljahr 2026/27 plant die Stadt, 2.175 Ganztagsplätze für Erstklässler anzubieten – das entspricht 75 Prozent der Altersgruppe. Die Maßnahme ist Teil einer breiteren Initiative, um neue gesetzliche Vorgaben für erweiterte Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen umzusetzen.

Der Stadtplan sieht die Schaffung von 1.310 neuen Plätzen vor, wobei Schulen wie die Annaschule umfangreich umgebaut werden. Küchen, Mensen und Mehrzweckräume werden erweitert, um den Ganztagsbetrieb zu ermöglichen. Jeder Platz wird über 1.000 Euro pro Monat kosten und das städtische Jahresbudget um mehr als eine Million Euro belasten.

Trotz der finanziellen Belastung betonen Verantwortliche, dass kein Kind in der bestehenden offenen Ganztagsbetreuung seinen Platz verlieren werde. Schüler der zweiten bis vierten Klasse behalten ihre bisherigen Betreuungsangebote, um Kontinuität zu gewährleisten. Parallel dazu werden Brandschutzmaßnahmen verbessert und die Energieeffizienz von Schulgebäuden erhöht.

Bildungsdezernentin Christiane Schüssler räumte ein, dass noch Herausforderungen bevorstehen. Platzmangel und logistische Hürden bleiben bestehen, während das Programm umgesetzt wird. Die Stadt fordert zudem mehr Landesmittel und argumentiert, dass die Kosten nicht allein von den lokalen Steuerzahlern getragen werden sollten.

Die endgültige Entscheidung über den Plan fällt am 4. März im Mönchengladbacher Stadtrat.

Bei Zustimmung würde der Ausbau Mönchengladbach zur Vorreiterin in Nordrhein-Westfalen für Ganztagsgrundschulbetreuung machen. Die Investitionen der Stadt zielen darauf ab, die wachsende Nachfrage zu decken und gleichzeitig Infrastrukturprobleme sowie Finanzierungsfragen zu lösen. Das Ergebnis der Abstimmung im März wird entscheiden, ob das Vorhaben wie geplant voranschreitet.

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