17 March 2026, 06:11

Mönchengladbach trotzt dem bundesweiten Insolvenztrend mit klarem Rückgang

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung nach Branche, mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Mönchengladbach trotzt dem bundesweiten Insolvenztrend mit klarem Rückgang

Mönchengladbach ist die einzige Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf, in der die Insolvenzfälle zurückgehen. Während weite Teile Deutschlands mit wachsenden finanziellen Problemen kämpfen, verzeichnete die Stadt 2024 einen Rückgang der Insolvenzen um 7,8 Prozent. Diese positive Entwicklung geht einher mit einem wirtschaftlichen Wandel – weg von traditionellen Branchen, hin zu Logistik, Maschinenbau und Gesundheitswesen.

Die Insolvenzstatistiken der Stadt heben sich deutlich vom bundesweiten Trend ab. Unternehmenspleiten gingen um 8,0 Prozent zurück, Verbraucherinsolvenzen sogar um 9,0 Prozent. Deutschlandweit stiegen die Unternehmensinsolvenzen dagegen um 8 bis 10 Prozent, in Nordrhein-Westfalen gab es 2024 sogar einen Anstieg um 23,4 Prozent. Auch in Nachbarstädten wurden Zuwächse zwischen 6 und 19 Prozent verzeichnet – Mönchengladbach bildet hier eine Ausnahme.

Seit 2015 hat sich die Wirtschaftsstruktur der Stadt grundlegend verändert. Laut Daten der IHK Düsseldorf aus dem Jahr 2025 arbeiten mittlerweile über 40 Prozent der Beschäftigten in Logistik, Maschinenbau, Gesundheitswesen und modernen Dienstleistungen. Allein im Logistiksektor stieg die Zahl der Arbeitsplätze seit 2020 um 15 Prozent – ein höheres Wachstum als in vergleichbaren Städten wie Krefeld oder Oberhausen. Traditionelle Branchen wie Textilindustrie, Einzelhandel und Gastronomie machen hingegen weniger als 20 Prozent der Beschäftigung aus.

Die Widerstandsfähigkeit Mönchengladbachs gründet auf der Diversifizierung in weniger krisenanfällige Wirtschaftszweige. Zudem hält die Stadt seit 2016 einen stabilen Gewerbesteuerhebesatz von 490 Prozent. Um das Wachstum langfristig zu sichern, investiert sie in Projekte wie den Wissens- und Innovationscampus, die Textilfabrik 7.0 und einen neuen Gewerbepark am Flughafen.

Im IW-Dynamikranking 2024, das die wirtschaftliche Entwicklung in 401 deutschen Regionen bewertet, belegte Mönchengladbach Platz 27. Diese Platzierung spiegelt den stetigen Aufwärtstrend wider – trotz regionaler Herausforderungen.

Der Rückgang der Insolvenzen ist eng mit dem wirtschaftlichen Wandel der Stadt verbunden. Durch die Fokussierung auf Logistik, Maschinenbau und Innovation konnte die Abhängigkeit von schwächeren Sektoren verringert werden. Mit laufenden Projekten und einer stabilen Steuerpolitik strebt Mönchengladbach an, diesen positiven Kurs auch in den kommenden Jahren beizubehalten.

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