07 June 2026, 04:08

Mönchengladbach verdreifacht Wohnungsbau trotz Zinsanstieg und setzt NRW-Trend entgegen

Wohnungsbau in NRW bricht ein    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach verdreifacht Wohnungsbau trotz Zinsanstieg und setzt NRW-Trend entgegen

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei Fertigstellungen neuer Wohnungen und setzt sich damit vom landesweiten Trend in Nordrhein-Westfalen ab. Während das Bundesland 2025 die niedrigste Bauquote seit 14 Jahren meldete, konnte die Stadt ihre Wohnungsbauleistung im selben Jahr fast verdreifachen. Verantwortliche führen den Erfolg auf strategische Investitionen und den Fokus auf bezahlbaren Wohnraum zurück.

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Die Stadt startete 2023 ihre Wohnungsbauoffensive und steckte rund 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau. Dieser Schritt erfolgte zu einer Zeit, in der sich die Zinsen für Baukredite seit 2022 von nahe null auf drei bis vier Prozent erhöhten und damit die Finanzierungskosten in die Höhe trieben. Trotz dieser Herausforderung bewilligte Mönchengladbach 2025 Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten – fast so viel wie im Rekordjahr zuvor.

Bis 2025 vollendete die Stadt 758 Wohnungen – fast dreimal so viele wie noch 2024. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte Mönchengladbach unter den kreisfreien Städten Platz drei und lag damit deutlich über dem Landesdurchschnitt. Der Anstieg folgte auf einen drastischen Anstieg der Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau, die von nur 5 Prozent des Haushalts 2021 auf 274 Prozent im Jahr 2024 hochschnellten.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs nannte langfristige Stadtplanung und zielgerichtete Entscheidungen als entscheidende Faktoren. Die Initiative „Wohnen für alle“ hat zum Ziel, Wohnraum bezahlbar zu halten, barrierefreie Angebote auszubauen und innerstädtische Viertel zu beleben.

Unterdessen verzeichnete Nordrhein-Westfalen insgesamt einen Rückgang. 2025 wurden landesweit 37.185 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024 und der niedrigste Wert seit 2011. Die Bauquote sank auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner.

Mönchengladbachs Ansatz hebt sich in einem schwierigen Marktumfeld ab. Mit 758 neuen Wohnungen im Jahr 2025 und einer Bauquote, die weit über dem Landesdurchschnitt liegt, scheinen sich die Investitionen der Stadt auszuzahlen. Nun geht es darum, die Bezahlbarkeit und Zugänglichkeit von Wohnraum angesichts steigender Finanzierungskosten zu sichern.

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