Münster wird zum Symbol für friedliche Wissenschaft und Quantenphysik-Dialog
Anto SchülerMünster wird zum Symbol für friedliche Wissenschaft und Quantenphysik-Dialog
Eine Delegation der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Physical Society of Japan (JPS) traf sich am 14. November mit Münsters Oberbürgermeister. Das Treffen fand im Friedenssaal statt, einem historischen Ort, der mit der diplomatischen Tradition der Stadt verbunden ist. Während des Gesprächs unterzeichneten die beiden Gesellschaften eine gemeinsame Erklärung, in der sie für eine friedliche Nutzung des wissenschaftlichen Fortschritts plädieren.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs begrüßte die Gruppe im Friedenssaal und betonte Münsters Rolle als Stadt des Westfälischen Friedens. Er hob die Bedeutung des grenzüberschreitenden Dialogs und der Zusammenarbeit in der Wissenschaft hervor. Am folgenden Tag übernahm die DPG die Schirmherrschaft über Quantum 100, die Abschlussveranstaltung des deutschen Quantum-Jahres in der Halle Münsterland.
Die Veranstaltung umfasste eine Ausstellung zu Anwendungen der Quantenphysik, Fachvorträge und ein Konzert mit dem Titel Fundamentale Wechselwirkungen. Zuvor hatten DPG-Präsident Klaus Richter und JPS-Präsident Seiji Miyashita im Bürgersaal des Historischen Rathauses die Erklärung für die Zukunft unterzeichnet. Das Dokument warnt vor den Gefahren von Atomwaffen und fordert, dass die Wissenschaft dem Wohl der Menschheit dienen soll.
Mit über 52.000 Mitgliedern zählt die DPG zu den größten Physikorganisationen weltweit. Zwar stellen ihre jüngsten Kooperationen mit der JPS einen Schritt in der internationalen Zusammenarbeit dar, doch wurden in den vergangenen fünf Jahren keine weiteren Initiativen zur Förderung friedlicher wissenschaftlicher Anwendungen verzeichnet.
Die in Münster unterzeichnete Erklärung unterstreicht das gemeinsame Bekenntnis deutscher und japanischer Physiker zu ethischer Forschung. Die Veranstaltung Quantum 100 zeigte zudem, wie die moderne Wissenschaft die Öffentlichkeit einbinden kann. Beide Initiativen spiegeln die anhaltenden Debatten über die Verantwortung wissenschaftlicher Gemeinschaften für die globale Sicherheit wider.






