Münsters Schüler durchschauen Fake News – und erfinden selbst welche
Klothilde BergerMünsters Schüler durchschauen Fake News – und erfinden selbst welche
Eine Gruppe von 21 Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schulen in Münster hat kürzlich an einem zweitägigen Workshop zum Thema Desinformation und Falschmeldungen teilgenommen. Die Veranstaltung, die im Rahmen der Reihe "Dialoge für den Frieden" stattfand, sollte junge Menschen darin schulen, irreführende Informationen im Internet zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
Die Teilnehmenden untersuchten, wie sich falsche Geschichten in sozialen Medien verbreiten und welche Gefahren davon ausgehen. Zudem entwarfen sie selbst fiktive Social-Media-Beiträge, um das Problem zu veranschaulichen – einige erfanden sogar gefälschte Nachrichten wie etwa Delfine im Aasee oder versteckte Überwachungskameras in Straßenlaternen.
Der Kommunikationsdesigner Nikolaus Urban leitete die Einheiten zur Identifizierung von Falschmeldungen. Sein Ziel war es, den Jugendlichen Fähigkeiten zu vermitteln, die sie später an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weitergeben können. Organisiert wurde der Workshop vom Büro für Frieden und Wissenschaft bei Münster Marketing in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe 1648 des Bündnisses für Wissenschaft und der Akademie Franz Hitze Haus. Er ist Teil der übergreifenden Initiative "Dialoge für den Frieden", die sich für Frieden, Verständigung und sozialen Zusammenhalt einsetzt. Die Ausgabe 2025 wird den Abschluss der Veranstaltungsreihe markieren.
Die Schülerinnen und Schüler bringen ihr neu erworbenes Wissen nun zurück in ihre Schulen. Durch Aufklärung unter Gleichaltrigen hoffen sie, anderen zu helfen, Fehlinformationen zu durchschauen und sich dagegen zu wehren. Ihre Arbeit knüpft an die laufenden Bemühungen Münsters an, kritisches Denken und digitale Medienkompetenz zu fördern.






