Mut in Flammen: Ratingens Ersthelfer erhalten höchste Auszeichnung nach brutaler Attacke
Anto SchülerMut in Flammen: Ratingens Ersthelfer erhalten höchste Auszeichnung nach brutaler Attacke
Brutaler Angriff auf Rettungskräfte in Ratingen: Neun Schwerverletzte – jetzt wird ihr Mut geehrt
Vor zweieinhalb Jahren wurden bei einem grausamen Angriff auf Einsatzkräfte in Ratingen neun Menschen schwer verletzt. Der Täter, Frank P., wurde später wegen seiner Taten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Nun sollen die mutigen Ersthelfer für ihr Handeln an jenem Tag ausgezeichnet werden.
Der Vorfall ereignete sich am 11. Mai 2023, als Rettungskräfte in der Wohnung von Frank P. eintrafen. Nachbarn hatten Besorgnis über eine hilflose Person in der Wohnung geäußert. Statt auf einen Schutzbedürftigen trafen die Einsatzkräfte jedoch auf den 57-Jährigen, der sich verbarrikadiert hatte und sie überfiel.
Er übergoss sie mit Benzin und zündete ein Gas-Luft-Gemisch an, was zu einer gewaltigen Explosion führte. Fünf Feuerwehrleute, zwei Polizisten, ein Rettungssanitäter und ein Notarzt wurden von der Druckwelle erfasst. Acht von ihnen erlitten dauerhafte Verletzungen, ein 25-jähriger Polizist trug die schwersten Verbrennungen davon.
Die Ermittlungen brachten später ans Licht, dass Frank P. von tiefem Hass auf den Staat getrieben wurde. Noch erschreckender: In seiner Wohnung lebte er wochenlang mit der Leiche seiner Mutter. Vor Gericht wurde er zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung vor Ablauf von mindestens 15 Jahren verurteilt.
Am Freitag erhalten die neun Rettungskräfte aus den Händen von Ministerpräsident Hendrik Wüst die Landesrettungsmedaille Nordrhein-Westfalen. Die Ehrung findet in Gelsenkirchen statt und würdigt ihren Mut in höchster Lebensgefahr. Ihre Geschichte wird zudem am 7. November 2025 in der Lokalzeit Düsseldorf auf WDR 2 thematisiert.
Der Angriff hinterließ bei den Einsatzkräften nicht nur körperliche, sondern auch tiefe seelische Narben. Doch ihr entschlossenes Handeln an jenem Tag verhinderte Schlimmeres – trotz der brutalen Attacke kam niemand ums Leben. Mit der höchsten Rettungsauszeichnung des Landes wird nun ihre Tapferkeit gewürdigt, die sie in einem kaltblütig geplanten Hinterhalt bewiesen.






