Neuanfang im Gütersloher Kulturausschuss nach emotionalem Abschied zweier Langzeitmitglieder
Neuanfang im Gütersloher Kulturausschuss nach emotionalem Abschied zweier Langzeitmitglieder
Die 137. Sitzung des Kulturausschusses in Gütersloh markierte einen Wendepunkt, da zwei langjährige Mitglieder ihre Ämter niederlegten. Andreas Kimpel und Jörg Stüdemann leiteten ihre letzte Sitzung, bevor sie sich aus ihren Funktionen zurückzogen. Bei dem Treffen wurden zudem eine neue Führung gewählt und wegweisende Diskussionen über die Zukunft der Kulturpolitik in Nordrhein-Westfalen geführt.
Die Sitzung begann mit einem Abschied von Andreas Kimpel und Jörg Stüdemann, die über Jahre hinweg die Ausrichtung des Ausschusses geprägt haben. Kimpel dankte seinen Kollegen für die Zusammenarbeit und betonte, wie Kultur Verbindung, Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert.
Dr. Michael Reitemeyer informierte über aktuelle Entwicklungen in der Landeskulturpolitik und hob die erhöhten Fördermittel für Theater und Orchester hervor. Anschließend widmete sich der Ausschuss der künftigen Zusammenarbeit, insbesondere für Spielstätten, die Aufführungen veranstalten, aber keine eigenen Ensembles unterhalten.
Während der Sitzung wurde eine neue Führung gewählt: Cornelia Wilkens, die Kulturdezernentin Münsters, übernahm den Vorsitz, während Ursula Platen aus Neuss zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde.
Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der Kultur-Relevanz-Monitor, eine Studienreihe, die das öffentliche Engagement mit kulturellen Angeboten in Deutschland analysiert. Nadine Lindemann und Dorothea Gregor präsentierten die Ergebnisse, die in jüngsten politischen Debatten eine zentrale Rolle spielen. Seit dem Start 2023 organisiert die Liz Mohn Stiftung im Rahmen des Liz Mohn Centers der Bertelsmann Stiftung begleitende Veranstaltungen – darunter eine Sitzung am 6. Juni 2023 zu Zukunftskompetenzen unter der Leitung von Gregor. Eine weitere Veranstaltung am 4. Juni 2025 wird sich mit künftigen Kulturstrategien befassen, an der auch Christian Steinau vom Cultural Policy Lab mitwirken wird.
Der Ausschuss geht nun unter neuer Führung in die nächste Phase, mit Cornelia Wilkens und Ursula Platen an der Spitze. Die künftige Arbeit wird an den laufenden Diskussionen zu Förderung, Kooperationen zwischen Spielstätten und der kulturellen Teilhabe anknüpfen. Das Erbe von Kimpel und Stüdemann bleibt dabei ein zentraler Bezugspunkt für die weitere Arbeit des Gremiums.
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