17 June 2026, 17:34

Neue Bankenregel ab 9. Oktober: So schützt die Empfängerprüfung vor Betrug

Wie die IBAN-Prüfung ab Oktober funktioniert

Neue Bankenregel ab 9. Oktober: So schützt die Empfängerprüfung vor Betrug

Neue Bankenregelung gegen Betrug tritt am 9. Oktober in Kraft

Ab dem 9. Oktober gilt eine neue Bankenverordnung zur Bekämpfung von Betrug: die sogenannte Empfängerprüfung (Verification of Payee). Sie verpflichtet Banken, vor der Abwicklung einer Euro-Überweisung zu kontrollieren, ob der Name des Empfängers mit den Kontodaten übereinstimmt. Die Regelung betrifft nahezu alle Euro-Transfers, einschließlich Sofortüberweisungen.

Ab dem Stichtag müssen Banken sicherstellen, dass der Name des Zahlungsempfängers mit der IBAN übereinstimmt, bevor das Geld freigegeben wird. Stimmen die Angaben überein und erreicht der Betrag dennoch nicht das vorgesehene Konto, haftet die Bank für den Schaden.

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Ziel der Änderung ist es, Betrugsfälle einzudämmen, bei denen Kriminelle Opfer dazu bringen, Geld auf falsche Konten zu überweisen. Häufige Methoden sind gefälschte E-Mails oder Scheinjobangebote, um Daten abzugreifen oder Zahlungen umzuleiten.

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin warnt Kunden, weiterhin vorsichtig mit sensiblen Daten umzugehen. Banken erstatten Betrugsschäden nur, wenn Kontoinhaber alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten haben. Ignoriert ein Kunde eine Warnung und führt die Überweisung trotzdem aus, trägt er die volle Verantwortung für etwaige Verluste. Bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlichem Fehlverhalten entfällt zudem jede Haftung der Bank.

Mit dem neuen System übernehmen Banken zwar mehr Verantwortung für geprüfte Transfers. Dennoch bleiben die Möglichkeiten für Betrugsopfer, ihr Geld zurückzuerhalten, begrenzt. Die Regelung stärkt zwar den Schutz, beseitigt aber nicht alle Risiken finanzieller Betrugsmaschen.

Quelle