04 March 2026, 19:49

Neue Wege für den Berufseinstieg: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis Jugendliche besser unterstützt

Ein Plakat mit der Aufschrift "Back to School Challenge: Gewinne eine Reise nach Washington D.C." in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine bunte Illustration eines strahlenden Schülers mit einem Rucksack vor einem Schulgebäude zeigt.

Neue Wege für den Berufseinstieg: Wie der Rheinisch-Bergische Kreis Jugendliche besser unterstützt

Über 150 Teilnehmende kamen zur ersten Fachkonferenz des Netzwerks "Übergang Schule-Beruf" des Rheinisch-Bergischen Kreises zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Berufsorientierung besser an die Lebensrealitäten junger Menschen und die Anforderungen der regionalen Wirtschaft angepasst werden kann. Mit einem Impulsvortrag eröffnete Wiebke Jessen von der SINUS-Akademie Heidelberg die Diskussionen und präsentierte aktuelle Erkenntnisse aus der SINUS-Jugendstudie.

Ziel der Konferenz war es, Akteurinnen und Akteure aus Schulen, Betrieben, Politik und Jugendhilfe zusammenzubringen, um die Berufsorientierungsangebote an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Seit fast zwei Jahrzehnten setzt sich der Kreis für eine verbesserte Übergangsbegleitung von der Schule in den Beruf ein – unterstützt durch eine eigene Koordinierungsstelle.

Die von Jessen vorgestellte SINUS-Jugendstudie identifiziert sieben unterschiedliche Lebensstilgruppen bei 14- bis 29-Jährigen – von "Digital Natives" über "Pragmatische" bis hin zu "Hedonistischen" Milieus, die sich durch verschiedene Werte und Verhaltensweisen auszeichnen. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig individuelle Unterstützung beim Berufseinstieg ist.

In vier Fachforen wurden zentrale Themen vertieft: die Erwartungen junger Menschen an die Arbeitswelt, die Rolle der Persönlichkeitsentwicklung bei der Berufswahl sowie die Anforderungen der Wirtschaft an künftige Auszubildende. Ein weiteres Forum widmete sich der Frage, wie Eltern die Berufsplanung ihrer Kinder effektiv begleiten können.

Aus der Konferenz gingen konkrete Handlungsempfehlungen hervor, darunter der Aufbau einer zentralen Plattform für Berufsorientierungsangebote und die Verankerung von Persönlichkeitsentwicklungsprogrammen im Übergang Schule-Beruf. Die Region hat ihre Maßnahmen bereits auf alle Schulformen ausgeweitet – im Rahmen der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss".

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr das langjährige Engagement des Kreises für die berufliche Bildung. Partner aus Bildung, Wirtschaft und Jugendhilfe arbeiten kontinuierlich daran, Angebote zu vernetzen, neue Formate zu entwickeln und die Berufsorientierung zu stärken. Die erarbeiteten Empfehlungen sollen nun die weitere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Betrieben und Unterstützungsnetzwerken leiten.

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