Nordrhein-Westfalen will fünf Gigawatt der neuen Kraftwerksprojekte sichern
Anto SchülerNordrhein-Westfalen will fünf Gigawatt der neuen Kraftwerksprojekte sichern
Deutschland plant einen massiven Ausbau seiner Kraftwerkskapazitäten: 12 Gigawatt geförderte Energie sollen bundesweit verteilt werden. Nordrhein-Westfalen drängt dabei auf einen Anteil von fünf Gigawatt und positioniert sich damit als zentraler Akteur in der energetischen Zukunft des Landes. Eines der am weitesten fortgeschrittenen Projekte ist das von Steag-Iqony geplante Gaskraftwerk in Bergkamen, das später auf grünen Wasserstoff umgestellt werden soll.
Das Steag-Iqony-Kohlekraftwerk in Bergkamen läuft derzeit trotz seiner Funktion als Reserveanlage mit voller Leistung. Parallel dazu plant das Unternehmen den Bau eines modernen, flexiblen Gaskraftwerks. Diese neue Anlage ist für eine spätere Umrüstung auf grünen Wasserstoff vorgesehen und entspricht damit den Zielen der deutschen Energiewende.
Nordrhein-Westfalens starkes Engagement für neue Kraftwerke begründet sich mit dem hohen Energiebedarf der Region und ihrer Einstufung als Teil des "netztechnischen Südens". Ein "Süd-Bonus" in den Standortregelungen schließt Neubauten im Norden und Osten aus, was die Chancen der Region weiter verbessert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wird die Auswahlkriterien für die Ausschreibungen finalisieren, die über die finanzielle Förderung von Strom aus grünem Wasserstoff entscheiden. Steag-Iqony hat beim Projekt in Bergkamen bereits erhebliche Fortschritte gemacht: Die Gespräche mit den lokalen Behörden sind abgeschlossen, Umweltverträglichkeitsprüfungen laufen, und wichtige Komponenten wurden bereits reserviert. Werkleiter Thorsten Koch unterstützt den Kohleausstieg und den Wechsel zu sauberer Energie. Allerdings wartet das Unternehmen noch auf die genauen Vergabekriterien von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, bevor es sein Angebot einreicht. Auch andere große Energieunternehmen wie RWE, Uniper und die kommunale Utility-Gruppe Trianel bereiten in ganz Deutschland eigene Kraftwerksprojekte vor.
Die Erweiterung um 12 Gigawatt wird die deutsche Energielandschaft in den kommenden Jahren prägen. Nordrhein-Westfalens Forderung nach fünf Gigawatt und die fortgeschrittene Planung von Steag-Iqony in Bergkamen deuten darauf hin, dass die Region eine zentrale Rolle spielen wird. Sobald die Bundesregierung die Ausschreibungsregeln festlegt, werden die Unternehmen um die Förderung für ihre Projekte konkurrieren.






