08 May 2026, 10:10

NRW bleibt bei Klimaziel 2045 – trotz Hamburgs schnellerem Vorstoß

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

NRW bleibt bei Klimaziel 2045 – trotz Hamburgs schnellerem Vorstoß

Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sein Ziel bekräftigt, bis 2045 die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden. Die schwarz-grüne Landesregierung betont, dass der Zeitplan trotz der jüngsten Entscheidung Hamburgs, sein eigenes Ziel vorzuziehen, unverändert bleibt. Zudem plant NRW, die öffentliche Verwaltung bis 2030 klimaneutral zu gestalten – als Teil der übergeordneten Strategie.

Das Land hat klare Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität gesetzt: Die Emissionen müssen bis 2030 um 65 Prozent und bis 2040 um 88 Prozent sinken. NRW hat sein Ziel für 2020 bereits übertroffen und die Treibhausgase um 39 Prozent reduziert – statt der geplanten 25 Prozent.

Laut Schätzungen der Landesregierung werden etwa fünf Gigawatt an Gaskraftwerkskapazität benötigt, um die Energiewende zu unterstützen. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW hält diese Zahl jedoch für zu hoch. Kritiker verweisen zudem darauf, dass NRW mit seiner Schwerindustrie – insbesondere den Metall- und Chemiebranchen – das energieintensivste Bundesland Deutschlands ist.

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Umweltverbände in NRW gehen nicht davon aus, dass das Ziel für 2045 verschoben wird, selbst nach dem Beschluss Hamburgs, seine Frist auf 2040 vorzuziehen. Anders als Hamburg hat NRW eine Volksabstimmung zu diesem Thema ausgeschlossen.

Der Landesplan sieht Zwischenziele für die Emissionsreduktion vor und legt den Fokus auf die Dekarbonisierung des öffentlichen Sektors bis 2030. Angesichts seiner industriellen Basis und des hohen Energiebedarfs steht NRW vor einem komplexen Weg zur Klimaneutralität. Die Regierung hält daran fest, dass Gaskraftwerke eine Rolle spielen werden, auch wenn Befürworter erneuerbarer Energien den Umfang dieser Abhängigkeit infrage stellen.

Quelle