NRW-CDU verlangt bundesweite Strategie gegen wachsende Drohnengefahr
Anto SchülerNRW-CDU verlangt bundesweite Strategie gegen wachsende Drohnengefahr
NRW-CDU fordert nationale Drohnenabwehrstrategie der Bundesregierung
Die CDU in Nordrhein-Westfalen drängt die Bundesregierung zur Entwicklung einer nationalen Drohnenabwehrstrategie. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund stark steigender Meldungen über Drohnenvorfälle in ganz Deutschland. Behördenvertreter warnen, dass die bisherigen Sicherheitsvorkehrungen angesichts der wachsenden Bedrohung nicht mehr ausreichen.
Zwischen 2021 und 2025 stieg die Zahl gemeldeter Drohnenzwischenfälle in Deutschland deutlich an. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg – bedingt durch ihre hohe Bevölkerungsdichte und die weit verbreitete Nutzung von Drohnen. Experten betonen, dass die bestehenden Sicherheitsstrukturen mit der Entwicklung kaum Schritt halten können.
Die NRW-CDU benennt ein zentrales Problem: Die Zuständigkeiten für die Drohnenabwehr sind zwischen Bund, Ländern und militärischen Stellen aufgeteilt. Diese zersplitterte Verantwortung führt zu Lücken bei der Bekämpfung von Bedrohungen, insbesondere durch kleine, im Handel erhältliche Drohnen. Die Landespolizeien bräuchten dringend bessere Ausrüstung, darunter spezialisierte Einheiten und mobile Abwehrsysteme.
Die Partei fordert zudem klarere rechtliche Regelungen für den Einsatz der Bundeswehr bei Vorfällen mit leistungsstarken oder militärisch genutzten Drohnen. Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Kraftwerke oder Verkehrsdrehscheiben sollen verpflichtet werden, Risikoanalysen durchzuführen und standardisierte Schutzmaßnahmen umzusetzen. Dazu zählen Früherkennungssysteme und beschleunigte Meldesysteme, um die Reaktionszeiten zu verkürzen.
Eine nationale Drohnenabwehrstrategie würde die Rollen von Bundeswehr, Bundespolizei und Landesbehörden einheitlich regeln. Ziel ist es, aktuelle Sicherheitslücken zu schließen und schnellere, besser koordinierte Reaktionen zu ermöglichen. Ohne solche Maßnahmen, so die Warnung von Behördenvertretern, könnte die zunehmende Zahl von Drohnenvorfällen die öffentliche Sicherheit noch stärker gefährden.






