31 May 2026, 00:08

NRW plant 43 Milliarden für Bildung – doch der DGB warnt vor dramatischen Defiziten

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordhaushalt

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordhaushalt - NRW plant 43 Milliarden für Bildung – doch der DGB warnt vor dramatischen Defiziten

Nordrhein-Westfalen (NRW) plant bis 2026 über 43 Milliarden Euro für Schulen, Hochschulen und Kitas auszugeben. Doch die Gewerkschaft DGB hält den Rekordhaushalt für unzureichend – die Mittel reichten bei Weitem nicht aus, um die tiefgreifenden Probleme im Bildungssystem des Landes zu lösen. Die Organisation fordert dringend höhere Investitionen, um die Missstände zu beheben.

Eine aktuelle Studie des DGB NRW offenbart eklatante Leistungsdefizite bei Schülerinnen und Schülern: Im Ruhrgebiet erreichen 85 Prozent der Jugendlichen am Ende der zehnten Klasse nicht die geforderten Sprachstandards. Schon früher zeigen sich gravierende Lücken: Rund ein Drittel der Grundschulkinder beherrscht vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule weder ausreichend Deutsch noch Mathematik.

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Die Gewerkschaft kritisiert zudem eine jahrelange Unterfinanzierung. In den vergangenen 12 Jahren flossen im Schnitt nur 10,1 Prozent des Landeshaushalts in die Bildung – deutlich weniger als in Bayern (16,2 Prozent) oder Baden-Württemberg (15,4 Prozent). Torsten Windels, Autor der Studie, warnt, dass die jüngsten Steigerungen im Bildungsbudget nicht mit dem allgemeinen Haushaltswachstum Schritt halten.

Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, widerspricht den Fortschrittsbekundungen der Landesregierung. Die Realität in den Klassenzimmern spiegle die offiziellen Versprechen nicht wider, so ihre Kritik. Die Gewerkschaft fordert nun sofortiges Handeln und drängt die Landesregierung, auf den Milliarden-Sonderfonds zurückzugreifen. Windels betont, dass ohne eine massive Aufstockung – rund 156 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren – NRW in Bildung und Infrastruktur weiter abgehängt werde.

Die DGB-Ergebnisse setzen die Landesregierung unter Zugzwang, ihre Ausgabenprioritäten zu überdenken. Zwar markiert der Haushalt 2026 einen Rekord, doch Kritiker monieren, dass Schulen und Schülerinnen und Schüler weiterhin zu wenig Unterstützung erhalten. Die Forderung nach 156 Milliarden Euro Zusatzinvestitionen innerhalb eines Jahrzehnts stellt eine scharfe Herausforderung für die aktuelle Bildungspolitik dar.

Quelle