NRW plant neue Feuerwerksregeln: Städte dürfen Böllern ab Silvester 2025 einschränken
Klothilde BergerReul setzt sich weiter gegen generelles Feuerwerksverbot ein - NRW plant neue Feuerwerksregeln: Städte dürfen Böllern ab Silvester 2025 einschränken
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul schlägt Änderungen im Sprengstoffrecht vor, die es Städten ermöglichen sollen, selbst zu bestimmen, wo feuerwerk gezündet werden dürfen. Mit dem Vorstoß will er den Spagat zwischen Brauchtum und Sicherheitsbedenken schaffen – insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten. Falls der Entwurf angenommen wird, könnten die neuen Regelungen bereits zum Silvesterabend 2025 in Kraft treten.
Reul betonte ausdrücklich, dass er ein komplettes feuerwerksverbot nicht unterstützt. Für viele Menschen sei das Böllern eine geliebte tradition, die Freude in die Neujahrsfeiern bringe. Stattdessen setzt er sich dafür ein, den lokalen behörden die Befugnis zu geben, feuerwerk in stark frequentierten öffentlichen Räumen einzuschränken.
Städte wie Düsseldorf, Köln, Münster und Bielefeld könnten bei einer Umsetzung des Vorschlags in bestimmten Zonen Verbote erlassen. Der Minister räumte ein, dass es jährlich zu Verletzungen komme, verwies jedoch darauf, dass die Feiern im vergangenen Jahr ohne größere Zwischenfälle verlaufen seien. Die Polizei in der Region bereitet sich bereits auf die anstehenden Festivitäten vor: Es werde verstärkte streifen geben, und Verstärkung stehe bei Bedarf bereit. Zwar rechnet Reul mit einigen Störungen, doch hofft er auf einen überwiegend friedlichen verlauf der Nacht.
Die geplanten Änderungen würden die Verantwortung auf die kommunen verlagern, die dann je nach örtlichen Gegebenheiten gezielt Einschränkungen vornehmen könnten. Sollte der Entwurf umgesetzt werden, träten die neuen Vorschriften rechtzeitig zum Silvester 2025/2026 in Kraft. Im Mittelpunkt stehe weiterhin, risiken zu minimieren, ohne denen die Freude am feuerwerk zu nehmen, die es für viele ausmacht.






